Tomas Bunk mit eigenem Blog

von musicampus | 7. Februar 2010 | 16:08 Uhr

Vermutlich sagen die Namen Tomas Bunk oder Tom Bunk vielen meiner Leser zunächst einmal nichts. Auch bei mir klingelte es noch nicht, als ich im Sommer 2008 im Feuilleton der FAZ las, dass Volker Reiche in dessen Urlaubszeit durch einen gewissen Tom Bunk vertreten werde.

Erst als ich begann, den Comic in zehn Folgen täglich in der FAZ zu verfolgen, erkannte ich, dass Tom Bunk einer der Zeichner neben Don Martin, Sergio Aragonés und Dave Berg ist, der mir aus dem MAD Magazin in Erinnerung geblieben ist. Es ist seine besondere Art zu zeichnen, welche immer leicht hektisch und bewegt wirkt, die mir gefallen hat.

Der Comic in der FAZ zeigt bewegend die Geschichte, wie Tom Bunk von Berlin nach New York kommt und dort schafft und lebt. Diesen Comic fand ich so beeindruckend, dass ich ihm ein kurzes Feedback per E-Mail gab, was ihn wohl so freute, dass er sich dafür persönlich herzlich bedankte.

Vor einigen Wochen erhielt ich eine weitere Mail von ihm, in der er auf sein Blog aufmerksam machte, das er kürzlich parallel zu seiner Website ins Leben gerufen hat und regelmäßig mit seinen Bildern befüllt.

Diese Seite ist nicht nur für Freunde des skurrilen Humors ein absolutes Muss, auch seine Illustrationen sind ein Hingucker! Unbedingt sollte man sich seine Energy Units anschauen.

Struwwelhitler | Buchtipp

von musicampus | 14. Dezember 2009 | 10:08 Uhr

Struwwelhitler | A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit auf www.musicampus.deIm Zuge seiner Kindheit ist wohl jeder irgendwann einmal mit dem Struwwelpeter in Berührung gekommen und hat staunend erfahren, was passieren kann, wenn man nicht folgsam ist. Auch wenn diese Geschichten von Heinrich Hoffmann über hundertfünfzig Jahre alt sind, haben sie noch immer einen pädagogischen Grundwert, auch wenn man heute die Auffassung vertreten könnte, dass auch dieser antiquiert sei. Unstrittig ist auf jeden Fall, dass der Struwwelpeter fast unzählige Adaptionen nach sich zog, von denen eine der Struwwelhitler – A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit ist.

Hierbei handelt es sich um eine Parodie des originalen Struwwelpeter, verfasst von den beiden Brüdern Robert und Philip Spence, um Hitler und seine Schreckensherrschaft der Lächerlichkeit preiszugeben. Auf schlechtem Papier und in kleinem Format gedruckt, war es der Beitrag der beiden Briten zum “Daily Sketch War Relief Fund”, der die britischen Truppen und die Opfer des deutschen Luftkriegs unterstützte.

Neben den original englischen Versen, die sich wiederum am original Struwwelpeter orientierten und die zugrunde liegenden Geschichten zeitgemäß auf Nazideutschland umdichteten, findet man die deutsche Übersetzung, die glücklicherweise nicht wortwörtlich, sondern sinngemäß im Sprachstile Hoffmanns gehalten ist.

Joachim Fest steuert mit seinem Vorwort einen Beitrag bei, der den Struwwelhitler in den zeitgenössischen Kontext einordnet und erläutert.

Mich hat dieses Büchlein fasziniert und ich möchte es jedem empfehlen, der offen für eine ungewöhnliche Lektüre ist.

Dirk Böhling liest Weihnachtliches

von musicampus | 11. Dezember 2009 | 14:56 Uhr

Dirk Böhling liest Weihnachtliches | auf www.musicampus.deFür ganz Kurzentschlossene, die am heutigen Freitag noch nichts vorhaben und aus dem Großraum Bremerhaven kommen, habe ich einen besonderen Tipp. Dirk Böhling, Moderator, Schauspieler und Regisseur, liest heute ab 19:30 Uhr für KNUTS BUCH im Vortragssaal der Stadtbibiliothek im Hanse Carrée. “Es begab sich aber zu der Zeit – Besinnliches, Heiteres und Nachdenkliches rund um das schönste Fest des Jahres” heißt das Weihnachtsprogramm des bekannten Radio Bremen Moderators.

Mit seinem stimmungsvollen Programm sorgt er für ein paar Stunden der Ruhe, der Besinnung, aber auch für humorvolle Einlagen. Wer Dirk Böhling kennt und möglicherweise schon einmal einer seiner Lesungen beiwohnen durfte, weiß, dass viele Facetten der Vorweihnachtszeit mal nachdenklich-kritisch, mal heiter-skurril, dabei aber immer exzellent dargeboten werden.

Musikalisch unterstützt wird er dabei vom Bremerhavener Gitarristen Michael Waldschmidt (Michael W. And friends ), der das Programm musikalisch untermalt.

Im Anschluss an die Lesung lädt das KNUTS BUCH Team zu einem gemütlichen Beisammensein mit Dirk Böhling in KNUTS BUCH ein !

Der Eintritt kostet EUR 9,– .

Weitere Informationen gibt es auf der Website.

Musikregal Stöckchen

von musicampus | 8. Dezember 2009 | 11:27 Uhr

Während momentan wieder einmal die Sinnhaftigkeit des Bloggens in der heutigen Zeit diskutiert wird und der Trend offenbar in Richtung Twitteritis und Turboblogsysteme zeigt, wirft Reen ein Stöckchen in die Welt. Total oldschool, vintage und retro sowieso fragt er in seinem aktuellen Beitrag, wie wohl mein Musikregal aussehe. Nichts leichter als das. Geschwind nahm ich heute meine kleine Lumix, hockte mich vor mein Regal und knipste mit leichter Überbelichtung und Verwackeln, um meinen Lesern einen mittlerweile gewohnten und als angenehm empfundenen iPhone oder Handyknipse Eindruck meines Regals zu vermitteln.

Durch einen beherzten Klick auf das Foto erhält man einen uneingeschränkten Blick auf das gesamte Regal. Rechts unten sieht man darauf übrigens einen Ausschnitt des gemütlichsten Ohrensessels der Welt.

Bekanntlich bin ich der Meister des Stöckchenversagens. Dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, Günni und Crucible zu fragen, wie deren Musikregale aussehen. Vielleicht klappt es ja. Gern hätte ich auch das des Nasendackels gesehen, allerdings dürfte er wohl nur einen Screenshot seiner iTunes Bibliothek liefern können. Egal, soll er! Und hat sich Martin in der Rockymountainstreet ein Musikzimmer eingerichtet?

Ergebnisse der Podcast-Umfrage 09

von musicampus | 3. Dezember 2009 | 09:39 Uhr

Ergebnisse der Podcast-Umfrage 2009 auf www.musicampus.deIm September startete die diesjährige Podcast-Umfrage der hannoverschen Agentur BlueSky Media und dem Berliner Unternehmen podcast.de. Nach meinem Aufruf zur Teilnahme war es lange still, aber vorgestern erreichte mit die Mitteilung, dass die Ergebnisse bald online abzurufen seien. Ganz hervorragend fand ich, dass die teilnehmenden Podcaster vorab eine persönliche Auswertung erhalten haben, die Aufschluss über die eigenen Hörer und deren Verhalten gibt. Danach sind meine regelmäßigen Podcasthörer zu 87% kluge Männer und 13% kluge Frauen – und mehr wird nicht verraten.

Die kompletten Umfrageergebnisse liegen seit gestern bei www.podcast.de zum Download und zur eigenen Interpretation bereit.

Interessant finde ich, dass sich meine Vermutung, die bereits 2008 als Tendenz zu sehen war, bestätigt hat: Podcasts werden primär als Informationsmedium genutzt, weniger zur Unterhaltung. So stehen bei den Nutzungsmotiven Information (87%), neue Denkanstöße (77%) und die Weiterbildung (76%) im Vordergrund. Dagegen werden Unterhaltung (68%), Entspannung (57%) und Spaß (55%) deutlich seltener genannt.

Außerdem scheinen Nutzer von Podcasts einer speziellen Zielgruppe anzugehören, die dem Web 2.0 sehr offen gegenüber stehen. Denn Podcasthörer sind auch eifrige Nutzer von Videoportalen wie youtube, Blogs und Communities wie studiVZ oder MySpace. Nicht überraschend ist, dass auch Twitter von einer Großzahl der Podcast-Nutzer regelmäßig frequentiert wird.

Dagegen finde ich sehr überraschend, dass ein Großteil der Podcasthörer die klassischen Medien Radio und Fernsehen dagegen gerade einmal rund eine Stunde am Tag einschaltet.

Insgesamt ist es doch immer wieder aufschlussreich, sich einmal durch solche Studienergebnisse zu wühlen. Es gefällt mir, dass die vorliegende Podcast-Untersuchung als Langzeit-Studie angelegt ist, die zum Ziel hat, die jährlichen Veränderungen in der Podcast-Nutzung aufzuzeigen soll.

Ich bin ja immer noch felsenfest davon überzeugt, dass das Medium Podcast eine Zukunft auch jenseits technikaffiner IT-Freunde haben kann und frage mich angesichts der Top-Listen bei iTunes, weshalb die Comedy-Verwertung der klassischen Medien angesichts der Ergebnisse der Studie dort so hoch im Kurs stehen kann.

The Muppets | Bohemian Rhapsody

von musicampus | 25. November 2009 | 14:57 Uhr

Es war ruhig geworden um die legendäre Puppentruppe aus den USA. Hier und da wurden mehr oder weniger erfolgreiche Filme veröffentlicht, aber Klassiker wie die Muppet Show oder die Adaption von Charles Dickens Weihnachtsgeschichte wollten nicht mehr gelingen.

Heute erhielt ich aber bereits mehrfach über Twitter Links von begeisterten Freunden der Muppets. Es gibt bei YouTube ein wundervolles Video zum Klassiker Bohemian Rhapsody der britischen Rockband Queen zu sehen. Ganz im Stil des originalen Videos finden wir unsere Muppet-Freunde wieder, die auf ihre eigene Art den Hit interpretieren.

Ein absoluter Hingucker, der jedem zu empfehlen ist, der die Muppet Show wegen der überragenden Qualität liebt.

Ein Etablissement wird insolvent

von musicampus | 23. November 2009 | 14:45 Uhr

Vor mehr als einem Jahr habe ich einen Song eines mir bekannten Künstlers auf musicampus uraufgeführt. Seitdem ist es im Blogbereich als ständige Aufforderung zum Gratisdownload aufgeführt: Der Puff hat zu. Außerdem ziert es den Blogfeed als nicht zu übersehende Fußnote. Der Song muss wohl – abgesehen vom ansprechenden Titel – Potenzial haben, wurde er bereits einige tausend Mal herunter geladen. Dennoch gab mir dieses Lied immer einen Grund zur Sorge, da der Gesang im Mix verloren wirkte – bzw. fast unhörbar war. Dies wurde bereits verschiedentlich angesprochen. Es fehlte immer die Zeit, das Werk zu überarbeiten, was mich immer gestört hat.

Am Wochenende entdeckte Reen den Song und verfasste darüber noch in derselben Nacht einen Blogbeitrag, was mich sehr gefreut hat. Aber auch er sowie der Nasendackel brachten zum Ausdruck, dass der Gesang sehr leise sei. Daher habe ich den heutigen Vormittag genutzt, den Mix einer kleinen Überarbeitung zu unterziehen – aber keine Angst, es wird keinen Electro-Disco-Agro Remix 2009 geben.

Es hat nur hier und da einige leichten Auffrischungen gegeben. Es sollte nun auch der Gesang besser zu hören sein.

Download mp3

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Young@Heart heute im WDR

von musicampus | 12. November 2009 | 09:34 Uhr

Young@Heart auf www.musicampus.deGanz kurzfristig habe ich meine Pläne für den heutigen Beitrag umdisponiert, da ich unbedingt auf den Film Young@Heart aufmerksam möchte, der heute – leider erst um 23:15 Uhr – im WDR gezeigt wird. Letzten Herbst habe ich diesen Film im Bremer Filmkunsttheater Gondel gesehen und war von dieser Reportage über einen Chor aus mindestens 70jährigen sehr beeindruckt. Das Besondere am Chor Young@Heart aus Northampton, Massachusetts ist, dass er trotz des hohen Alters der Mitglieder Rocksongs singt. Von Purple Haze von Jimi Hendrix bis Fix you von Coldplay probt der Chor ein erstaunliches Repertoire und führt es auch regelmäßig auf.

Wer heute die Gelegenheit hat, sich diesen Film anzuschauen, sollte diese beim Schopfe greifen. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird. Ansonsten besteht ja auch noch die Möglichkeit, den Film aufzunehmen und am Wochenende zu schauen.

Blue Man Group | Show wurde überarbeitet

von musicampus | 9. November 2009 | 11:12 Uhr

Blue Man Group | Show wurde überarbeitet auf www.musicampus.deVor zweieinhalb Jahren war ich mit der MixTape-Fee in Berlin, wo wir uns im BLUEMAX Theater Berlin die Show der Blue Man Group angeschaut haben. Das war ein ganz besonderes Ereignis, das jedem zu empfehlen ist, der eine Reise in die Hauptstadt plant. Die Show aus New York City ist einzigartig, weil hier Musik, Comedy, Kunst und Wissenschaft so miteinander verbunden werden, dass Worte fast überflüssig sind. Diese Mischung ist witzig und immer wieder überraschend. Begleitet von Livemusikern rocken die Künstler und begeistern das Publikum.

Seit der Deutschlandpremiere 2004 haben bereits über 1,75 Millionen Zuschauer die Show gesehen. Damit ist sie die erfolgreichste Show in Berlin und ich kann mit dem Brustton der Überzeugung behaupten, dass wir zu den mehr als 70% der Besucher gehören, die als Touristen aus dem In-und Ausland dabei waren.

Damit noch mehr internationales Publikum den Weg zum Potsdamer Platz findet, wurde die Show überarbeitet. Es wurden englischsprachige Texte eingefügt, Szenen überarbeitet und Showelemente verändert. Dabei wurde von dem amerikanischen und deutschem Kreativteam der Focus darauf gelegt, dass die Show sowohl für die deutschsprachigen als auch für die englischsprachigen Besucher weiterhin verständlich bleibt. Neu ist auch, dass das Show-Ende überarbeitet wurde.

Obwohl ich Fan der Hauptstadt bin und es genug Sehenswertes gibt, das ich bisher noch nicht anschauen konnte, wäre die Überarbeitung der Blue Man Group ein Anreiz, wieder einmal die Reise nach Berlin anzutreten.

Diejenigen, die die Blue Man Group noch nicht kennen, können sich hier einen Überblick verschaffen.

#494 Interview mit Uschi Nerke

von musicampus | 7. November 2009 | 18:01 Uhr

Uschi Nerke (hier mit Förderer Rudi Carrell) im Interview mit www.musicampus.deManche Ideen erscheinen beim ersten Aufblitzen so abwegig, dass man sie sofort wieder verwirft. Fast wäre es mir genauso gegangen, als mir beim Anschauen dieses Videos die Idee kam, Uschi Nerke, die Moderatorin des legendären Beat-Club, zu fragen, ob sie sich für Interview zu Verfügung stellen würde. Zu viele Gründe sprachen in meinen Augen dagegen. Aber der Stachel dieser Idee saß zu tief und so kam es, dass Uschi Nerke und ich heute eine gute Stunde im neuen Radio Bremen Funkhaus saßen und das Interview führten.

Hier traf es sich, dass heute die Veranstaltung Beat-Club and Friends stattfindet, zu der u.a. die britische Erfolgsband Spencer Davis Group (ja, die mit Keep on Running und Gimme some Lovin’) auftreten wird.

Direkt im Anschluss an ihre allwöchentliche Radiosendung Beat-Club, die immer samstags zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr bei Radio Bremen zu hören ist (auch als Webchannel für Nicht-Bremer über das Internet), trafen wir uns im Restaurant Weserhaus. Uschi Nerke brachte äußerst gute Laune mit, nahm mir das (wie immer vorhandene) Lampenfieber und stellte sich meinen Fragen.

Sie erzählte allerlei Interessantes aus ihrer Vergangenheit bei Beat-Club, Musikladen im Speziellen und bei Radio Bremen im Allgemeinen. Außerdem gibt es Anekdoten über Musiker zu hören und auch heute habe ich wieder etwas gelernt.

Dieses Interview hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass Freunde des Beat-Club und Fans von Uschi Nerke auf ihre Kosten kommen.

Download mp3

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.