Thorsten Knublauch | Bravo-Beatles-Blitztournee
von musicampus | 21. Februar 2010 | 16:29 Uhr
Vor mehreren Wochen wurde ich vom Betreiber des befreundeten Blog German BEAT! auf Thorsten Knublauchs Buch The BRAVO BEATLES BLITZTOURNEE aufmerksam gemacht. Es sollte sich dabei um eine Zusammenstellung von Fakten rund um die 1966 in Deutschland durchgeführte Tournee der Fab Four handeln. Bei solchen Informationen lasse ich mich nicht zweimal bitten und einige wenige Wochen später lag das Werk auf meinem Schreibtisch: es hat mich mit seiner Fülle an Fakten schier erschlagen. Obwohl ich mich schon seit mehr als 20 Jahren intensiv mit den Beatles auseinandersetze, hat der Autor für die ausführliche Recherche zur Tour ein ganz besonderes Lob verdient.
Thorsten Knublauch erfüllt in dem insgesamt 251 Seiten umfassenden Buch so ziemlich jeden Wunsch rund um Informationen zu Ticketpreisen, Interviews, Setlists oder sogar Bestuhlungspläne. Interessant fand ich die Aufstellung des verwendeten Equipments, spielte 1966 in meinen Augen eine dahingehend besondere Rolle, dass John Lennon u.a. sich beispielsweise von seiner Rickenbacker E-Gitarre verabschiedete und sich der Epiphone E230TD Casion zuwandte.
Das Buch hat insofern “Nerd“-Qualiät – und das ist als Kompliment gemeint, weil Thorsten Knublauch sämtliche akribisch recherchierten Informationen ausführlich mit Fotos, Originaltickets, Plänen und Interviews belegt hat. Er hat somit eine mir bis dato unbekannte und einzigartige Dokumentation des wohl Beatles verrücktesten Wochenendes im Frühsommer 1966 geschaffen.
Sicher handelt es sich bei diesem Buch um keine herkömmliche Lektüre – aber Beatles Freunde in aller Welt dürften sich über dieses ausschließlich in englischer Sprache geschriebene Buch freuen.
Wer interessiert ist, sollte sich Thorstens Website anschauen.
Tomas Bunk mit eigenem Blog
von musicampus | 7. Februar 2010 | 16:08 Uhr
Vermutlich sagen die Namen Tomas Bunk oder Tom Bunk vielen meiner Leser zunächst einmal nichts. Auch bei mir klingelte es noch nicht, als ich im Sommer 2008 im Feuilleton der FAZ las, dass Volker Reiche in dessen Urlaubszeit durch einen gewissen Tom Bunk vertreten werde.
Erst als ich begann, den Comic in zehn Folgen täglich in der FAZ zu verfolgen, erkannte ich, dass Tom Bunk einer der Zeichner neben Don Martin, Sergio Aragonés und Dave Berg ist, der mir aus dem MAD Magazin in Erinnerung geblieben ist. Es ist seine besondere Art zu zeichnen, welche immer leicht hektisch und bewegt wirkt, die mir gefallen hat.
Der Comic in der FAZ zeigt bewegend die Geschichte, wie Tom Bunk von Berlin nach New York kommt und dort schafft und lebt. Diesen Comic fand ich so beeindruckend, dass ich ihm ein kurzes Feedback per E-Mail gab, was ihn wohl so freute, dass er sich dafür persönlich herzlich bedankte.
Vor einigen Wochen erhielt ich eine weitere Mail von ihm, in der er auf sein Blog aufmerksam machte, das er kürzlich parallel zu seiner Website ins Leben gerufen hat und regelmäßig mit seinen Bildern befüllt.
Diese Seite ist nicht nur für Freunde des skurrilen Humors ein absolutes Muss, auch seine Illustrationen sind ein Hingucker! Unbedingt sollte man sich seine Energy Units anschauen.
Struwwelhitler | Buchtipp
von musicampus | 14. Dezember 2009 | 10:08 Uhr
Im Zuge seiner Kindheit ist wohl jeder irgendwann einmal mit dem Struwwelpeter in Berührung gekommen und hat staunend erfahren, was passieren kann, wenn man nicht folgsam ist. Auch wenn diese Geschichten von Heinrich Hoffmann über hundertfünfzig Jahre alt sind, haben sie noch immer einen pädagogischen Grundwert, auch wenn man heute die Auffassung vertreten könnte, dass auch dieser antiquiert sei. Unstrittig ist auf jeden Fall, dass der Struwwelpeter fast unzählige Adaptionen nach sich zog, von denen eine der Struwwelhitler – A Nazi Story Book by Dr. Schrecklichkeit ist.
Hierbei handelt es sich um eine Parodie des originalen Struwwelpeter, verfasst von den beiden Brüdern Robert und Philip Spence, um Hitler und seine Schreckensherrschaft der Lächerlichkeit preiszugeben. Auf schlechtem Papier und in kleinem Format gedruckt, war es der Beitrag der beiden Briten zum “Daily Sketch War Relief Fund”, der die britischen Truppen und die Opfer des deutschen Luftkriegs unterstützte.
Neben den original englischen Versen, die sich wiederum am original Struwwelpeter orientierten und die zugrunde liegenden Geschichten zeitgemäß auf Nazideutschland umdichteten, findet man die deutsche Übersetzung, die glücklicherweise nicht wortwörtlich, sondern sinngemäß im Sprachstile Hoffmanns gehalten ist.
Joachim Fest steuert mit seinem Vorwort einen Beitrag bei, der den Struwwelhitler in den zeitgenössischen Kontext einordnet und erläutert.
Mich hat dieses Büchlein fasziniert und ich möchte es jedem empfehlen, der offen für eine ungewöhnliche Lektüre ist.
Pünktchen und Anton als Comic
von musicampus | 2. Dezember 2009 | 10:20 Uhr
Das Schöne an der Vorweihnachtszeit ist, dass ich öfter als im Sommer Zeit und Muße finde, abends anstatt in den Fernseher in ein Buch zu schauen. Immer häufiger lasse ich mich auf gut gemachte Comics ein und bin so auf eine Adaption des Erich Kästner Klassikers Pünktchen und Anton gestoßen. Die Comic Zeichnerin Isabel Kreitz hat sich der bekannten Erzählung um Luise Pogge und deren Freund Anton Gast angenommen und daraus eine wunderbare Bildergeschichte gezaubert. Als großer Fan von Walter Trier hat sie dessen Stil angewendet, der uns vor allem von den Buchdeckeln der Erich Kästner Kinderbücher bekannt sein dürfte.
Sehr detailreich hat sie die 30er Jahre eingefangen und die Geschichte witzig umgesetzt. Man kann sich auch bei mehrmaligem Durchlesen in den einzelnen Bildern geradezu verlieren, da man immer wieder Neues entdeckt. Der erste Gedanke beim Schmökern war: genauso habe ich mir den geradezu legendären Showdown mit der dicken Berta vorgestellt, wie Isabel Kreitz ihn in Bildern umgesetzt hat. Erstaunlicherweise duftet das Buch übrigens fantastisch.
Dieses Buch ist ein ein absolutes Muss – nicht nur für Kinder!
Isabel Kreitz hat bereits 1997 den Deutschen Comic-Preis erhalten und zählt zu den besten Comic-Zeichnern Deutschlands. Pünktchen und Anton ist nach nach Literatur-Adaption Der 35. Mai, für die sie 2008 den Max-und-Moritz-Preis verliehen bekam, bereits die zweite Geschichte von Erich Kästner, die sie als Comic umgesetzt hat.
#469 Der Gewinner von “Maike’s Kurzgeschichten”
von musicampus | 23. März 2009 | 19:28 Uhr
Vergangenen Montag habe ich das Kinderbuch Maike’s Kurzgeschichten – Ein Lesebuch für Kinder an dieser Stelle vorgestellt und war in der glücklichen Lage, ein Freiexemplar vergeben zu können. Jeder, der interessiert war, konnte sich bis gestern Mittag um 12:00 Uhr in den Kommentaren zu Wort melden. Bei mehreren Interessierten muss das Los entscheiden. Vier Leser von musicampus haben sich gemeldet und heute hat die MixTape-Fee als Glücksfee den Gewinner gezogen:
Der Podschnacker Timo Neuhaus
Wir gratulieren recht herzlich und wünschen viel Spaß beim Lesen der Kurzgeschichten. Das Buch geht schnellstmöglich in die Post, damit Du ganz schnell in den Genuss kommst!
Über ein kurzes Feedback nach Erhalt freuen wir uns ganz besonders!
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#465 Maike Reumann schreibt für Kinder
von musicampus | 16. März 2009 | 20:34 Uhr
Mein Bruder hat mich auf die Bremerhavenerin Maike Reumann aufmerksam gemacht, die ihr erstes Werk Maike’s Kurzgeschichten – Ein Lesebuch für Kinder auf den Markt gebracht hat. Eigentlich arbeitet die 1976 geborene Schriftstellerin in einem ziemlich großen Krankenhaus in Bremerhaven. Aber schon seit sie Kind war ist es es ihr größter Traum, ein eigenes Buch zu schreiben. Diesen Traum hat sie sich erfüllt und ein Vorlesebuch für Kinder geschrieben. Sie bedient sich hierzu ihrer Kindheitserlebnisse, die sie mit ihrer Phantasie ausschmückt und so ein dreizehn Kurzgeschichten umfassendes Werk schuf. Selbst die Bremerhavener Presse ist mittlerweile auf sie aufmerksam geworden.
Was mir besonders gut gefällt ist, dass sie ihren Traum über BoD verwirklichen konnte. Mit viel Eigeninitiative ist es möglich, über diesen Anbieter ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Ein sehr interessantes Angebot für all diejenigen, die das Verlegen in die eigene Hand nehmen möchten oder befürchten, dass Verlage ihre Manuskripte ablehnen könnten.
Vor allem die Mütter und Väter meiner Leserschaft und Zuhörerschaft dürfte interessieren, dass mir Maike ein Exemplar exklusiv für musicampus zur Verfügung gestellt hat. Wer Interesse an ihrem Buch mit den Geschichten – nicht nur – für Kinder hat, schreibt mir bis zum 22.03.09, 12:00 Uhr einen Kommentar.
Die Kommentare werden gesammelt und die MixTape-Fee wird als Glücksfee die Gewinnerin oder den Gewinner ziehen, der oder dem wir dann das Buch zuschicken werden!
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#381 Olaf Satzer: Garantiert Schlagzeug lernen
von musicampus | 13. März 2008 | 19:09 Uhr
Im vergangenen Jahr habe ich Euch Olaf Satzer vorgestellt, der mit einem vollkommen neuen Konzept die Methode des Schlagzeug lernens revolutionierte. Mit seiner zweibändigen Schlagzeug- schule Kräsch, Bum, Bäng wandte er sich vornehmlich an Kinder, um ihnen den Weg zur Musik und zum Rhythmus zu erleichtern.
Vor ein paar Tagen lag sein neuestes Werk Garantiert Schlagzeug lernen druckfrisch bei mir im Briefkasten. Auch bei diesem Werk, das nicht als direkter Nachfolger der beiden erfolgreichen Vorgänger gedacht ist und dementsprechend auch einen anderen Titel bekam, hat Olaf wieder ganze Arbeit geleistet. Er bietet mit dieser Schlagzeugschule den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Grooves, Fill-ins und Techniken zu lernen, mit denen sie in jeder Band bestehen können. Er wendet sich dabei an Anfänger ohne Vorkenntnisse sowie an Wiedereinsteiger und gibt ihnen mehr als 700 Übungen an die Hand und einige Play-alongs, mit denen die gelernten Grooves in einem kompletten Song ausprobiert werden können. In meinen Augen ein richtig stimmiges Konzept. Vor allem gefällt mir der interaktive Ansatz: auf www.garantiert-drums.de gibt es noch eine Fülle an zusätzlichen Informationen, FAQs und Downloads, die das Lernen zu einem Erlebnis werden lässt.
Wer von Euch Bekannte hat, die gerne Schlagzeug spielen lernen möchten, sollte denen einmal dieses Buch empfehlen!
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#338 Elke Fleing: “Live is Life”
von musicampus | 22. November 2007 | 17:43 Uhr
In einer kürzlich erhaltenen Mail machte mich Britta Freith, deren Blog Text mit Stimme ich bereits seit einiger Zeit regelmäßig verfolge, auf das ganz frisch erschienene Werk “Live is Life” von Elke Fleing aufmerksam. Elke Fleing, heute Texterin, Bloggerin und Marketing-Beraterin, war 14 Jahre lang im Musikgeschäft als Managerin, Tourpromoterin und Musikverlegerin tätig. Bereits 1995 hat sie die erste Ausgabe ihres Sachbuchs “Live is Life” veröffentlicht, in dem sie ihre Erfahrungen gebündelt, systematisiert und niedergeschrieben hat.
Zwölf Jahre später, in denen es zu einem massiven Wandel nicht nur in der Medienwelt kam, sondern in denen sich auch das Musikgeschäft, namentlich die Tonträgerindustrie, vollkommen neu positionieren musste, erscheint eine völlig überarbeitete, neue Ausgabe von “Live is Life“.
Elke Fleing stellt in diesem Ratgeber alle wichtigen Aspekte heraus, die sich um die Themen Musizieren, Band, Auftritte, Vertragsgestaltung u.v.m. drehen und gibt wertvolle Tipps und Hinweise zur optimalen Aufstellung einer Band.
Ohne das Leben und Schaffen in einer Band zu romantisieren, macht sie dem Leser unmissverständlich klar, dass Bandarbeit, wenn sie erfolgreich sein soll, äußerst harte Arbeit ist – dass sich eine Ochsentour am Ende aber rechnen kann, wenn man die Weichen rechtzeitig richtig stellt und den Überblick behält. Weil insbesondere der letzte Gesichtspunkt elementare Grundlage ist, wird anhand verschiedener Beispiele erläutert, wie einzelne Gebiete zu managen sind.
Obwohl auch wichtige kaufmännische und juristische Aspekte äußerst detailliert behandelt werden, wird der Leser nicht durch Fachchinesisch oder strapazierende Formulierungen ermüdet. Für mich wäre ein solcher Leitfaden zu meiner Zeit sehr wünschenswert gewesen und hätte meiner Band und mir bestimmt eine Menge Lehrgeld erspart.
Portrait Elke Fleing: Jens Niebuhr
Coverdesgin: Susanne Thienel | Musikverlage Hans Gerig KG
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#299 Daily Pia schreibt B:Seite
von musicampus | 19. September 2007 | 17:59 Uhr
Gleich zweimal wurde ich heute überrascht. Die erste Überraschung war, dass ich bis heute nicht wusste, dass Pia, die bis vor gut einem Jahr den regelmäßigen Podcast Daily me produziert hat, eigentlich eine Bloggerin ist und schon seit 2002 die Seite Daily Pia betreibt und regelmäßig befüllt. Da war ich erstaunt. Noch mehr erstaunt war ich, als ich sah, dass sie am 25.10.07 ihren selbst verfassten Roman “B:Seite” auf den Markt bringt. Vorbestellungen werden bereits angenommen und sie schreibt eine persönliche Widmung, wenn das gewünscht wird! Da werde ich mir doch erstmal ein Exemplar sichern! Extra zu diesem Buch wurde eine Website veröffentlicht.
Es wäre zu schön, wenn sie dann, weil sie vermutlich wieder mehr Zeit haben wird, ihr Mikro zur Hand nimmt und ordentlich über das Buch plaudert!
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#27 Fleisch ist mein Gemüse
von musicampus | 5. Juni 2006 | 16:10 Uhr
Heute stelle ich Euch eines der witzigsten und interessantesten Bücher über Tanzmusiker vor, das ich je gelesen habe.
Heinz Strunk alias Mathias Halfpape (oder umgekehrt) führt Euch ins Paralleluniversum der Tanzmucker.
Außerdem dürft Ihr seine Acapella-Ergüsse Stopp den Wahnsinn zu einem eigenen Soundtrack verwursteln. Wenn dem heiligen Wundermenschen das gefällt, dürft Ihr mit ihm ein Abendessen genießen. Schickt Eure Version einfach an info@nobistor.net!
Weitere Informationen zum Buch gibt es hier:
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