Tomas Bunk mit eigenem Blog
von musicampus | 7. Februar 2010 | 16:08 Uhr
Vermutlich sagen die Namen Tomas Bunk oder Tom Bunk vielen meiner Leser zunächst einmal nichts. Auch bei mir klingelte es noch nicht, als ich im Sommer 2008 im Feuilleton der FAZ las, dass Volker Reiche in dessen Urlaubszeit durch einen gewissen Tom Bunk vertreten werde.
Erst als ich begann, den Comic in zehn Folgen täglich in der FAZ zu verfolgen, erkannte ich, dass Tom Bunk einer der Zeichner neben Don Martin, Sergio Aragonés und Dave Berg ist, der mir aus dem MAD Magazin in Erinnerung geblieben ist. Es ist seine besondere Art zu zeichnen, welche immer leicht hektisch und bewegt wirkt, die mir gefallen hat.
Der Comic in der FAZ zeigt bewegend die Geschichte, wie Tom Bunk von Berlin nach New York kommt und dort schafft und lebt. Diesen Comic fand ich so beeindruckend, dass ich ihm ein kurzes Feedback per E-Mail gab, was ihn wohl so freute, dass er sich dafür persönlich herzlich bedankte.
Vor einigen Wochen erhielt ich eine weitere Mail von ihm, in der er auf sein Blog aufmerksam machte, das er kürzlich parallel zu seiner Website ins Leben gerufen hat und regelmäßig mit seinen Bildern befüllt.
Diese Seite ist nicht nur für Freunde des skurrilen Humors ein absolutes Muss, auch seine Illustrationen sind ein Hingucker! Unbedingt sollte man sich seine Energy Units anschauen.
Frohe Weihnachten 2009
von musicampus | 24. Dezember 2009 | 14:43 Uhr
Irgendwann einmal habe ich hier das Phänomen beschrieben, dass die Zeit schneller zu verstreichen scheint, je älter man wird. Eine Lösung für dieses Empfinden könnte das Verhältnis von bspw. einem gelebten Jahr zum tatsächlichen Lebensalter sein, das von Jahr zu Jahr kleiner wird. So kommt es, dass heute wieder einmal Heiligabend vor der Tür steht und ich das Gefühl habe, dass der letzte Beitrag an einem 24.12. noch gar nicht so lange her ist. Wenn ich dann aber an dieses für mich turbulente Jahr mit einschneidenden Ereignissen denke, frage ich mich, wie diese alle im Jahre 2009 Platz finden konnten.
Hinzu kam die sich verändernde Bloggerwelt – Blogs sind tot, es lebe das Microblogging, dem auch mich mich nicht mehr ganz entziehen kann. Die Anzahl meiner Podcastepisoden ist – allerdings nicht deswegen – drastisch geringer geworden, die meiner Blogbeiträge ist wieder gestiegen. Ich habe wieder interessante Menschen kennen gelernt, über die ich hier entweder berichtete oder die selbst zu Wort gekommen sind. Der Bremer Podcast Stammtisch konnte sich in diesem Jahr etablieren und so freue ich mich, dass jetzt vierteljährlich ein verlässlicher Stamm an netten Podcasterinnen, Podcastern und Hörern den Weg zum Stammtisch findet.
Das kommende Jahr wird wieder viele neue Herausforderungen mit sich bringen, die es gilt, mit dem Podcast und Blog in Einklang zu bringen. Es würde mich freuen, wenn ich meine Hörer und Leser weiterhin mit im Grunde unberechtigter Weise unbekannten Künstlern bekannt machen kann, da ich besonders in diesem Jahr wieder festgestellt habe, wie fruchtbar und bunt die musikalische Landschaft Deutschlands abseits des Mainstream und Cash Trash ist.
Zum guten Schluss möchte ich mich wieder bei allen Lesern, Zuhörern, Kommentatoren und all denjenigen, die ich im vergangenen Jahr persönlich kennenlernen durfte, dafür bedanken, dass sie sich die Zeit nehmen und meine Beiträge regelmäßig und kritisch verfolgen.
Ich wünsche ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes und zufriedenes neues Jahr!
Euer Thomas
QTom ab heute mit Rock-Kanal
von musicampus | 26. November 2009 | 10:04 Uhr
Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich hier QTom vorgestellt habe, eine Plattform für interaktives Fernsehen. Als Kind der MTV Generation habe ich vor allem bis Mitte der 90er viel Zeit vor meinem kleinen Fernseher verbracht und die audiovisuellen Coups der Musikindustrie genossen. Auch wenn Musikvideos zu der Zeit keine revolutionäre Neuerung mehr waren, war das Angebot von MTV abwechslungsreich und unterhaltsam. Die Videos wurden immer aufwändiger und Formate wie MTV’s Most Wanted, in der Ray Cokes hatten schnell Kultstatus. Auch als VIVA das Licht der Welt erblickte und noch einen Gegenpol zu MTV bildete, standen die Musikvideos im Vordergrund des Sendeangebots.
Diese Situation hat sich über die Jahre bekanntlich grundlegend geändert. VIVA und MTV verschmolzen und wer abends einen der beiden Sender einschaltet, findet dort amerikanische Doku-Soap-Formate, Cartoons und Klingeltonwerbung en masse. Programme, in denen über eine Stunde Videos am Stück gezeigt werden, sind mir nur noch vereinzelt aufgefallen.
Hier versucht nun QTom seine Nische zu besetzen und hat mit seiner interaktiven Plattform ein Angebot geschaffen, das es ermöglicht, kostenlos Videos nach eigenem Gusto abzurufen. Ab heute geht nun ein Rock-Kanal auf Sendung und Bela B und Billy Talent lassen es sich nicht nehmen in extra Specials durch das Programm zu führen, in denen sie ihre Lieblings-Rock-Clips präsentieren.
Ein besonderes Bonbon ist, dass Bela B im Rahmen der Neuaufnahme des Rock-Kanals die Premiere seines neuesten Videos Schwarz/Weiß in einer alternativen Version exklusiv auf QTom feiert.
5. Bremer Podcast Stammtisch
von musicampus | 16. November 2009 | 09:32 Uhr
Am vergangenen Freitag – es war Freitag, der 13. – fand der mittlerweile schon 5. Bremer Podcast Stammtisch in der Bremer Schlachthofkneipe statt. Nicht nur wegen des Datums schien der Tag nicht besonders geeignet zu sein, weil sich bereits im Vorfeld abzeichnete, dass sich lediglich eine Rumpfbesetzung einfinden würde. Allerdings hat sich meine Befürchtung zerschlagen und es hat sich entgegen der Ankündigungen von Absagen wieder eine illustre Runde im Schlachthof eingefunden. Die Schlachthofkneipe war an diesem Freitag brechend voll, da im Konzertsaal Funny van Dannen ein Konzert gab. Die einzige Servicekraft dieses Abends (es war schon etwas erstaunlich, dass angesichts des Konzerts nur eine Bedienung eingesetzt wurde) war fürchterlich überfordert und war kaum in der Lage, die Bestellungen aufzunehmen und zu liefern. Dabei war sie aber so sympathisch frustriert, dass man ihr die etwas längere Wartezeit und die leichte Konfusion überhaupt nicht übel nehmen konnte.
Auch dieses Mal fand sich wieder eine interessante Runde ein, in der ein reger Austausch über verschiedene Podcasts, Podcastthemen und die derzeitige Entwicklung von Blogs und Podcasts stattfand. Neben Susanne und Norbert kamen Timo und Thomas, die tagsüber Geocaching betrieben und hungrig in Bremen ankamen. Petra fand sich ein und mit etwas Verspätung stießen noch Rafael und Agnieszka hinzu.
An diesem denkwürdigen Abend haben wir den Black Nose Day erfunden, der nun regelmäßig zu den Podcast Stammtischen stattfinden wird. Noch suchen wir nach einer sinnvollen Begründung für das Tragen schwarzer Nasen, aber erste Tests mit den Prototypen stießen in der Twitterwelt auf breite Zustimmung.
Sehr erfreut waren wir über den Überraschungsbesuch von Silvia und Bettina, die nach dem Konzert noch als Zuhörer die Runde bereicherten. Bettina ist eine begeisterte MacGyver-Tag Hörerin und spielt derzeit mit dem Gedanken, einen eigenen Podcast ins Leben zu rufen. Angesichts der geballten Podcaster Anwesenheit, hat sie die Gelegenheit genutzt und sich mit allerlei notwendigem und nützlichen Wissen versorgt.
Insgesamt war der 5. Bremer Podcast Stammtisch ein rundum gelungener Abend, der wieder einmal viel zu schnell vorüber war. Wir hoffen, dass wir beim nächsten Mal – im Februar – die Teilnehmerzahl ein wenig steigern können und würden uns sehr über weitere Hörer freuen, die uns die Gelegenheit zum Austausch geben würden.
Wer Interesse hat, über den kommenden Stammtisch informiert zu werden, hinterlasse einen Kommentar mit gültiger E-Mail-Adresse. Diese wird dann in die Mailing-Liste aufgenommen.
Young@Heart heute im WDR
von musicampus | 12. November 2009 | 09:34 Uhr
Ganz kurzfristig habe ich meine Pläne für den heutigen Beitrag umdisponiert, da ich unbedingt auf den Film Young@Heart aufmerksam möchte, der heute – leider erst um 23:15 Uhr – im WDR gezeigt wird. Letzten Herbst habe ich diesen Film im Bremer Filmkunsttheater Gondel gesehen und war von dieser Reportage über einen Chor aus mindestens 70jährigen sehr beeindruckt. Das Besondere am Chor Young@Heart aus Northampton, Massachusetts ist, dass er trotz des hohen Alters der Mitglieder Rocksongs singt. Von Purple Haze von Jimi Hendrix bis Fix you von Coldplay probt der Chor ein erstaunliches Repertoire und führt es auch regelmäßig auf.
Wer heute die Gelegenheit hat, sich diesen Film anzuschauen, sollte diese beim Schopfe greifen. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnen wird. Ansonsten besteht ja auch noch die Möglichkeit, den Film aufzunehmen und am Wochenende zu schauen.
#494 Interview mit Uschi Nerke
von musicampus | 7. November 2009 | 18:01 Uhr
Manche Ideen erscheinen beim ersten Aufblitzen so abwegig, dass man sie sofort wieder verwirft. Fast wäre es mir genauso gegangen, als mir beim Anschauen dieses Videos die Idee kam, Uschi Nerke, die Moderatorin des legendären Beat-Club, zu fragen, ob sie sich für Interview zu Verfügung stellen würde. Zu viele Gründe sprachen in meinen Augen dagegen. Aber der Stachel dieser Idee saß zu tief und so kam es, dass Uschi Nerke und ich heute eine gute Stunde im neuen Radio Bremen Funkhaus saßen und das Interview führten.
Hier traf es sich, dass heute die Veranstaltung Beat-Club and Friends stattfindet, zu der u.a. die britische Erfolgsband Spencer Davis Group (ja, die mit Keep on Running und Gimme some Lovin’) auftreten wird.
Direkt im Anschluss an ihre allwöchentliche Radiosendung Beat-Club, die immer samstags zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr bei Radio Bremen zu hören ist (auch als Webchannel für Nicht-Bremer über das Internet), trafen wir uns im Restaurant Weserhaus. Uschi Nerke brachte äußerst gute Laune mit, nahm mir das (wie immer vorhandene) Lampenfieber und stellte sich meinen Fragen.
Sie erzählte allerlei Interessantes aus ihrer Vergangenheit bei Beat-Club, Musikladen im Speziellen und bei Radio Bremen im Allgemeinen. Außerdem gibt es Anekdoten über Musiker zu hören und auch heute habe ich wieder etwas gelernt.
Dieses Interview hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass Freunde des Beat-Club und Fans von Uschi Nerke auf ihre Kosten kommen.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Number One! auf kabel eins
von musicampus | 3. November 2009 | 09:54 Uhr
Offensichtlich hat der Recycling-Sender kabel eins die Musik als erfolgsträchtige Nische für sein Programm entdeckt. Nicht nur, dass derzeit verstärkt Filme mit dem Themenschwerpunkt Musik gezeigt werden (kabeleins rockt lautetet der aktuelle Herbstslogan). Mit dem Format Number One! hat MTV-Moderator und VIVA-Urgestein Markus Kavka einmal mehr die Möglichkeit erhalten, sein journalistisches Können unter Beweis stellen zu können. Allein ein Hoffnungsfunke glimmt in mir, dass es ihm endlich gelingen möge, das Image der berufsjugendlichen Ansagemarionette, die ähm-end und stakkatosätzig noch jede Sendung zur Zerreissprobe werden ließ, abzulegen.
Die bereits am 28.10. ausgestrahlte erste Folge des Formats Number One! stimmte mich sehr zuversichtlich. Hier traf Kavka auf U2 Sänger Bono und führte souverän, interessiert und wortgewandt ein Interview der besonderen Art. Bono war sichtlich entspannt und wehrte Kavkas Bemühungen um ein Ende des Interviews unter Hinweis auf den kurz bevorstehenden Auftritt solange ab, bis der Manager sichtlich erbost das Interview abbrach. Köstlich waren Bonos Beschwichtigungsversuche, der alle Schuld auf sich nahm.
Wer sich die Sendung nicht anschauen konnte, kann dies nachholen.
Neu ist sicherlich auch, dass Number One! im Internet seine Entsprechung gefunden hat. In einer rund zehnminütigen Sendung NumberOne.web gibt es eine Vorschau auf die jeweils anstehende Folge und noch weitere Informationen sowie persönliche Platten- und Musiktipps. Am kommenden Mittwoch, 4.11.2009, gibt es um 22:00 Uhr die nächste Folge, bei der Markus Kavka Jon Bon Jovi treffen wird.
Wurden intelligent gemachte und interessante Musikbeiträge selbst auf den einschlägigen Musikkanälen in den vergangenen Jahren immer mehr stiefmütterlich behandelt, kann ich mir vorstellen, dass Number One! eine Zukunft haben kann. Man darf gespannt sein.
Äußerst störend finde ich auf den kabel eins Seiten übrigens die dort allgegenwärtige und übermächtige Werbung. Gräßlich, wie es blinkt, poppt und sich dreht – es hat sich eine ganz schlimme Werbekultur entwickelt. Eine weitere Unart, die mir immer öfter auffällt: wer hat eigentlich entschieden, dass es gut oder richtig oder sexy oder wie auch immer ist, dass die Mediaplayer auf den Seiten ungefragt ihren Dienst aufnehmen und Videos oder Musik unaufgefordert abspielen. Gruselig.
Ankündigung 5. Bremer Podcast Stammtisch
von musicampus | 2. November 2009 | 10:24 Uhr
Nachdem die ersten vier Bremer Podcast Stammtische eher einen spontanen und unkoordinierten Charakter hatten, haben wir beim letzten gemeinsamen Treffen im August beschlossen, den Bremer Podcast Stammtisch zu institutionalisieren. Nicht nur, dass der Bremer Podcast Stammtisch jetzt regelmäßig jedes Vierteljahr stattfinden wird, was von allen Seiten äußerst begrüßt wurde. Dank Rafaels besonderen Einsatzes haben wir nun auch einen E-Mail Verteiler, über den Interessierte über die neuesten Informationen unterrichtet werden! Wer aufgenommen werden möchte, hinterlasse einen Hinterlasse einen Kommentar.
Der 5. Bremer Podcast Stammtisch findet am Freitag, 13. November 2009, in der Bremer Schlachthofkneipe statt. Dort treffen wir uns ab 20:00 Uhr.
Wie schon bei den vergangenen Treffen sind Podcasthörer wieder recht herzlich eingeladen! Wer aus dem Raum Bremen kommt und Podcasts hört – oder selbst Podcaster oder Blogger ist, sollte sich nicht scheuen, vorbeizukommen!
Plattenladenwoche in Bremen
von musicampus | 29. Oktober 2009 | 11:01 Uhr
Kürzlich habe ich erfahren, dass ähnlich dem amerikanischen Vorbild des Record Store Day in Deutschland eine Plattenladenwoche etabliert werden soll, während der der Tonträgerhandel gemeinsam mit verschiedenen Künstlern auf seine Vorzüge und Wichtigkeit für die Musikkultur aufmerksam machen wird. Manchmal frage ich mich, ob die Kids heutzutage nachvollziehen können, wie es ist, in einen Plattenladen zu gehen. Dieses war ein nicht allzu häufiges und damit besonderes Ereignis, das dann eintrat, wenn man sein Taschengeld gespart hatte, um sich eine neue Platte zu kaufen und den Weg in die Innenstadt antrat, um den präferierten Händler aufzusuchen. Dieser kannte einen meist schon und hatte immer einige Neuheiten vorrätig, die dem eigenen Musikgeschmack entsprachen. Nachdem man sich über den Kauf des letzten Albums ausgetauscht hatte, wurde man mit einem geheimnisvollen “Komm mal mit, ich hab da was – das gefällt Dir bestimmt” ins Vertrauen gezogen und zu einem der meterlangen Tische begleitet, in denen nach Genre und Alphabet sortiert die Platten auf ihren neuen Eigentümer warteten.
Immer war es so, dass mindestens eine Person an einem dieser Tische stand und mit typisch eingeknickter Hüfte und beidhändig hantierend nach Neuem suchte. Meistens waren bereits mehrere Scheiben zwischen Arm und Körper eingeklemmt.
Schon fast mit diebischer Freude zauberte der Händler ein Album aus der Menge und bot das sofortige Anhören an einem der bereitstehenden Plattenspieler an. Fachkundig wurde man von ihm beraten, wurden Neuerscheinungen schmackhaft gemacht und letztlich ging man zufrieden mit seinem Einkauf nachhause.
Auch die Vorfreude auf das erste Anhören zuhause – meist verkürzte ein ausgiebiges Studium des Covers im Bus die Fahrt – kennt man heute in Zeiten von amazon und iTunes Store nicht mehr.
Um so mehr hat es mich gefreut, dass in diesem Herbst die Plattenladenwoche veranstaltet wird, das den unabhängigen Fachhandel in seiner gesamten Bandbreite darstellt. In der Zeit vom 30.10. bis 6.11. stehen deutschlandweit Plattenläden und Klassikfachhändler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Dem von mir beschriebenen Umstand, dass Service, persönliche Beratung und Empfehlungen von Mitarbeitern, die Musik leben und lieben, heute zu kurz kommt, wird mit der Plattenladenwoche entgegengewirkt, in dem der Tonträgerfachhandel in Deutschland seine Stärken prästentiert. Hier stehen die Musik und das Gesamtwerk des Künstlers im Vordergrund. Es soll deutlich gemacht werden, dass der Besuch im Fachhandel ein Erlebnis ist, das mit speziellen Events noch einmal betont wird.
Es werden unter anderem Schaufensterkonzerte und Autogrammstunden für alle Musikliebhaber geboten. Außerdem wird die Plattenladenwoche nicht nur durch Auftritte verschiedener Künstler unterstützt, sondern auch mit Interviews und Autogrammstunden. Ein weiterer Clou ist, dass es limitierte, exklusive Editionen geben wird, die ausschließlich bei den teilnehmenden Fachhändlern vor Ort erhältlich sein werden.
Auch Bremen ist bei der Plattenladenwoche vertreten: Am Samstag, 7. November werden die schweizer Hardrocker Gotthard eine Zugabe zur Plattenladenwoche 2009 geben. Fans und Interessierte können sich ab 17 Uhr bei Hot Shot Records in Bremen einfinden, wo die Band eine Autogrammstunde geben wird.
Klettern im Kletterwald Nord
von musicampus | 19. Oktober 2009 | 15:54 Uhr
Die MixTape-Fee ist bekannt für ihre mich oftmals überraschende Ideen, und so hat sie mich einmal mehr mit einer außergewöhnlichen Freizeitbeschäftigung konfrontiert. Vor etwas mehr als einer Woche schlug sie vor, den noch recht neuen Kletterwald Nord zu besuchen. Dieser befindet sich direkt an der Thülsfelder Talsperre bei Friesoythe. Zuerst war ich ziemlich skeptisch und fragte mich, was ich in meinem Alter noch auf Bäumen zu suchen habe und malte mir das Ende des Ausflugs recht plastisch mit offenen Brüchen, Stauchungen und Zahnlücken aus. Der Überzeugungskraft der MixTape-Fee war es zu verdanken, dass wir dennoch an einem wunderschönen Oktoberfreitag den Weg ins Cloppenburger Land antraten, um einen Abenteuerspielplatz der ganz besonderen Art kennen zu lernen.
Nach etwa einstündiger Fahrt sind wir beim am Ende doch etwas versteckten Kletterwald Nord angekommen und mussten ein paar Minuten bis zur nächsten Einführung warten, die wir mit einem Kurzbesuch am Stausee überbrückten.
Die dann folgende Einführung inklusive Anlegen der Gurte und Erklärung der Sicherheitsbestimmungen haben mich sehr beeindruckt. Sicherheit ist an diesem Ort ganz groß geschrieben, was einem gleich beim Anlegen der Gurte deutlich gemacht wird. Es ist den Kletterern nicht gestattet, selbst die Gurte anzulegen und festzuziehen oder sie selbst abzulegen. Nachdem man sich mit Handschuhen versorgt hatte, folgte die Einführung, wie man sich im Kletterwald zu bewegen habe. Auch hier wurde ganz klar erklärt, dass bei Nichteinhaltung das Klettern verboten würde. Verhält man sich nicht entsprechend der Regeln – beispielsweise muss immer eine Hand zum Festhalten benutzt werden, während man sich mit der anderen Hand mit dem Karabinerhaken beschäftigt – erhält man zunächst eine Verwarnung in Form einer gelben Karte. Bei Wiederholung gibt es die rote Karte und man wird des Kletterwaldes verwiesen.
Nach der Einführung ging es in die verschiedenen Parcours. Hier hatten wir die Wahl zwischen den etwas leichteren Fitness-Parcours, entschieden uns aber für den etwas schwereren Trainingsparcours mit seinen 17 Elementen. Es hat richtig viel Spaß gemacht und war auch nicht zu anstrengend. Man hatte auch nie das Gefühl, dass es irgendwann einmal brenzlig hätte werden können, obwohl wir uns teilweise in sieben Metern Höhe befunden haben.
Nachdem das Training absolviert war, wagten wir uns an den Abenteuerparcours, der schon eine gehörige Stufe schwieriger war und noch mehr Spaß machte. Es dauerte auch ein wenig länger und ich habe bereits Muskeln gespürt, die ich normalerweise wohl nicht so häufig benutze.
Im Anschluss an diesen Parcours haben wir uns ein wenig ausgeruht, in dem wir den Fliegenden Holländer ausprobiert haben. Hierbei hängt man einer Rolle und fährt einer Seilbahn gleich über einen kleinen See, der schätzungsweise 40m – 50m breit. Auf der anderen Seite mussten wir uns nur umhängen, um dann die gleiche Strecke an einem anderen Seil wieder zurück zu gleiten. Erstaunlich war auch, wie schnell man auf der kurzen Strecke geworden ist.
Die MixTape-Fee hat abschließend noch einmal richtig viel Mut bewiesen und hat den Wagnis-Parcours ausprobiert. Dieser hat es in sich, was man bei Betrachtung von unten nicht glauben mag. Nach einem recht schwierigen Aufstieg über ein Netz und einer etwas leichteren Übung, erwartete sie der schwierigste Teil. Sie musste sich in ungefähr sieben Metern Höhe den Weg über verschieden hoch aufgehängte Schaukeln kämpfen. Aber bereits nach zwei überwundenen Schaukeln hatte die MixTape-Fee das System verstanden und bahnte sich unter der Anerkennung eines Mitarbeiters des Kletterwaldes den Weg. Der Clou dieses Parcours ist am Ende der Base-Jump, bei dem sie – natürlich an einem Seil gesichert – von einer fünf Meter hohen Plattform sprang und sicher den Boden erreichte.
Leider mussten wir den Kletterwald danach schon verlassen, aber wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort. Dieser Wald ist ein Riesenspaß, bei dem man nicht nur psychische, sondern auch physische Grenzen erreichen kann. Die kommenden beiden Tage waren übrigens von Muskelkater dominiert. Aber es lohnt sich – auch für Familien mit Kindern -, den Kletterwald Nord einmal zu besuchen.






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