Link gegen Mac

von musicampus | 27. Juni 2010 | 22:13 Uhr | 2 Kommentare

Link gegen Mac auf www.musicampus.deLange hat es gedauert, bis mal wieder ein Artikel von mir online geht. Spät ist es heute auch wieder geworden, denn eigentlich wollte ich diesen Beitrag während des Deutschlandspiels schreiben. Weil mein Nervenkostüm bereits nach dem Formel 1 Rennen blank lag (der Unfall von Webber war nicht von schlechten Eltern), hatte ich keine Ambitionen mehr, das Fußballspiel intensiv zu verfolgen. Aber als ich mich anschickte, diesen Beitrag zu schreiben und Eye-TV nebenbei lief, fand ich keine Ruhe. Das Spiel war zu genial. Das Ergebnis war auch nicht zu verachten.

Zum eigentlichen Thema: vor einigen Wochen rief Ad auf, gegen einen Link bei Apfelquak seinen ausgedienten Mac abzutreten. Das passte, da ich zu dem Zeitpunkt mit dem Gedanken spielte, mein mittlerweile sechs Jahre altes Powerbook G4 12″ gegen ein niegelnagelneues iPad zu tauschen.

Mittlerweile habe ich das iPad und so sollte es kommen, dass Martin für sein Projekt mein Powerbook bekommen sollte. Letzten Samstag war es dann soweit. Weil die MixTape-Fee und ich nach Gießen fuhren, um eine Hochzeit zu feiern und uns unser Weg über Kassel- Wilhelmshöhe führte, habe ich kurzfristig einen Termin zur Übergabe mit Martin ausgemacht.

Bis Hannover lief auch alles glatt, über Twitter hatte ich Martin über den aktuellem Stand unserer Reise mitgeteilt, aber ab Hannover war der Wurm drin: kontinuierlich verloren wir Zeit und so erreichten wir Martin erst mit mehr als 30 Minuten Verspätung. Außerdem hielt der Zug nicht so, wie es in Kassel angekündigt war. So kam es, dass auch die Weitergabe des Powerbook in einer James Bond mäßigen Übergabe resultierte – genauso wie damals war, als ich es erhielt.

Aber nun freue ich mich, dass mein Powerbook, das eine so interessante Geschichte hat (schon die Übergabe war ein Hit, meine ersten Podcasts habe ich damit aufgenommen, meine Dissertation habe ich damit geschrieben und es war mein treuer Begleiter an vielen Abenden auf dem Sofa), bei Martin im Museum einen Stammplatz ergattern konnte. Ehrlich gesagt habe ich mich nur schwer trennen können, weil es eben mein erster Mac war und schon der Kauf so besonders war. Aber bei Martin ist es sicher gut aufgehoben und ich bin gespannt, wie oft es noch bei ihm im Blog auftauchen wird.

BUIKA | Konzert in Berlin

von musicampus | 17. Mai 2010 | 21:01 Uhr | kommentieren

BUIKA | Konzert in Berlin auf www.musicampus.deHeute gibt es ein kurzes Intermezzo mit einer wichtigen Ankündigung. Vor einigen Wochen erreichte mich aus Hamburg die wunderbare CD El último trago der Künstlerin Concha Buika, das in Zusammenarbeit mit Chucho Valdés entstanden ist. Seit dem vergangenen Herbst feiert sie mit dem Repertoire aus diesem Album Erfolge in Frankreich, Spanien, Südamerika und in den USA. Wegen der krankheitsbedingten Absage ihrer Shows im April werden zumindest die Fans in Berlin noch im Mai in den Genuss kommen, BUIKA mit ihrer einzigartigen Stimme endlich auch in Deutschland live zu erleben. Weitere Shows sind bereits für Frankfurt und Düsseldorf bestätigt .

Begleitet wird BUIKA dabei von Pianist Ivan „Melon“ Gonzalez und Percussionist Fernando Favier.

Folgend die weiteren Tourdaten:

20. Mai: Berlin – Passionskirche
17. August: Frankfurt/M. – Palmengarten
28. September: Düsseldorf – Altstadtherbst Kulturfestival

Wie ich eingangs schon angedeutet habe, liegt mir das Album vor und ich habe es fasziniert genossen. Allerdings bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, eine Rezension zu verfassen, was ich aber an dieser Stelle schon einmal ankündigen möchte.

Weil aber das Konzert bereits recht bald ist, wollte ich meinen Leserinnen und Lesern dieses besondere Konzertereignis einer Künstlerin, die natürlich auch eine MySpace Seite hat, nicht vorenthalten.

Mad X-Ray | N:E.O.N.

von musicampus | 2. Mai 2010 | 20:22 Uhr | kommentieren

Mad X-Ray | N:E.O.N. auf www.musicampus.deAus Leipzig kommen Mad X-Ray, die Anfang des Jahres ihr Album N:E.O.N. veröffentlicht haben. Dieses Album ist ein ganz außergewöhnlicher Hörgenuss, bei dem ich immer wieder fasziniert zwischen sofort ausschalten und weiterhören schwanke. Leichte Kost ist N:E.O.N. wirklich nicht, klingt ziemlich brachial und man sollte sich hüten, das Album nebenbei zu hören. Dass die Musiker aus Deutschland hätte ich nicht gedacht. In der Bandbeschreibung, die mir mit der CD geliefert wurde, steht, dass Manuel H. Noll (dr), Mirco Schulze (git/voc) sowie Mario Noll (b/voc) mit ihrer Musik die Widersprüche zwischen Motorpsycho und Masters of Reality überwinden.

Das mag wohl sein – allerdings habe ich bisher weder etwas von Motorpsycho und Masters of Reality gehört und gewusst, dass es hier gewisse Spannungen gibt. Nichtsdestotrotz sollten die Leserinnen und Leser, die gerne Indie der härteren und schwereren Gangart hören, sich einen Eindruck auf deren MySpace Seite verschaffen.

Wer aus der Gegend kommt, kann sich Mad X-Ray demnächst auch live anhören:

22. Mai 2010 hammerberg, Freiberg

und dann wieder Ende des Jahres:

12. November 2010 Cafe Wagner, Jena
19. November 2010 Atomino, Chemnitz
20. November 2010 Moritzbastei, Leipzig

Rain | Musical Theater Bremen

von musicampus | 1. Mai 2010 | 17:35 Uhr | kommentieren

Gestern waren die MixTape-Fee und ich im Bremer Musical Theater und haben uns ein Konzert der Beatles Coverband Rain angehört. Schon im vergangenen Jahr berichtete ich über die Gruppe aus den USA, die zu Gast bei Thomas Gottschalk war und wünschte mir, deren musikalisches Spektrum live anschauen zu können. Momentan bietet sich die Gelegenheit dazu: seit dem 27.04. und noch bis zum 02.05. gastieren Rain in Bremen und bieten eine rund zweieinhalbstündige Live-Show rund um die verschiedenen Schaffensphasen der Beatles.

Zu Weihnachten habe ich bereits die Karten geschenkt bekommen – und das war gut so, da das Musical Theater zu gefühlten 99% ausverkauft war. Unsere Plätze hätten fast nicht besser sein können, da wir genau vor dem Mischpult saßen und so vermutlich den besten Sound hatten.

Pünktlich begann die Show, die übrigens einen ziemlich interessanten Rahmen hat: Rain spielen die verschiedenen Phasen der Beatles in originalgetreuen Kostümen und auf zwei großen Monitoren wird mit Filmen in die jeweilige Zeit eingeführt.

Neben musikalischen Einspielern, Werbung der entsprechenden Zeit und den damaligen politischen Gegebenheiten werden – und das kam beim Publikum besonders gut an – Szenen gezeigt, die jeder Beatles-Fan kennt, die aber von den Musikern von Rain nachgestellt wurden. Großartig waren der Auftritt bei der Ed Sullivan Show oder die nachgestellten Plattencover.

Die Show ist in zwei Akte aufgeteilt, wobei im ersten Teil die frühen Jahre bis zum Sgt. Pepper Album gezeigt wurden. Rain trat zunächst mit den typischen Anzügen und Pilzkopfperücken auf und wechselte dann in die Neru-Jackets, die die Vier beim Auftritt im Shea Stadium trugen. Zum Abschluss wurde in die vier verschiedenen Uniformen der Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band gewechselt und die Band entließ uns mit dem fulminanten Schlussakkord von A Day in a Life, der von einem Film einer explodierenden Atombombe begleitet wurde, in die Pause.

Im zweiten Teil war die Show zunächst von den psychodelischen Momenten der Beatles geprägt und hatte mit I’m a Walrus und einer halb akustischen und halb “originalen” Version von While my guitar gently weeps die besten Songs des Abends. Zum Abschluss traten Rain in den Kostümen auf, die die Beatles auf dem Cover des Abbey Road Albums trugen. Mit Come together, Get Back, Give Peace A Chance, Revolution und The End wurde der offizielle Teil der Show abgeschlossen. Allerdings forderte das Publikum Zugaben und so wurde gemeinsam Let it be und Hey Jude gesungen, bevor nach Rock’n Roll Music endgültig der Vorhang fiel.

Das Konzert war rundum gelungen, die Band vermittelte Spielfreude und das Konzept war durchdacht und machte dem Publikum Spaß. Einige Punkte machten mir besonders Spaß: “Paul” war außergewöhnlich, weil er den Bass linkshändig, aber bei Blackbird rechtshändig Gitarre spielte. Zu Gast war während unserer Aufführung das St. Pauli Urgestein Horst Fascher, dessen Buch eine Pflichtlektüre für den interessierten Beatlesfreund ist. Außerdem stand “John” plötzlich dem Outfit auf der Bühne, das der echte John Lennon 1972 während seines Konzerts in New York trug. Ich habe keine Ahnung, wann er das Kostüm wechselte.

In meinem vorherigen Beitrag zu Rain fragte ich mich, wie die Band wohl die “späteren” Alben umsetzt und wie dies wohl klinge. Umgesetzt wurden die besonderen Effekte wie Orchester oder Streichersätze durch einen Keyboarder, der dezent und unbeleuchtet im Hintergrund werkelte. Lediglich sein Bildschirm leuchtete und erst beim E-Piano Solo von Get Back wurde er voll beleuchtet.

Musikalisch war an Rain für mich nichts auszusetzen – alles klang fast original wie von der Platte. Enorm waren auch die Stimmähnlichkeiten von “Paul” und “John”. Es hat richtig Spaß gemacht, das Konzert zu verfolgen.

Heute abend und morgen sind die Vier von Rain, die eigentlich fünf sind, noch zu Gast in Bremen. Vielleicht wäre dies eine gute Alternative zum Fernsehabend am Wochenende.

Paul Vincent | Herzlichen Glückwunsch

von musicampus | 26. April 2010 | 19:39 Uhr | kommentieren

Paul Vincent | Herzlichen Glückwunsch auf www.musicampus.deDer Name Paul Vincent sagte mir gar nichts, als ich ihn das erste Mal hörte. Das muss allerdings nichts heißen und eine weitere Auseinandersetzung mit der von mir an mich gestellten Aufgabe ergab, dass es sich hierbei um einen äußerst interessanten Künstler handelt, den ich bestimmt schon einmal gehört haben musste. Dazu weiter unten. Außerdem hat er am 25.03.2010 ein Album herausgebracht, von dem ich das Lied “Schlechte Zeiten” bereits anhören konnte.

Herzlichen Glückwunsch ist, so konnte ich den einschlägigen Berichten im Internet entnehmen, bereits Paul Vincents viertes deutschsprachiges Album. Schon im Jahre 1975 veröffentlichte er das Album Vincents fliegender Rock’n'Roll Zirkus. Wenige Jahre später folgte das Konzeptalbum Sternreiter und mit Bessere Zeiten veröffentlichte Paul Vincent 2006 sogar eine komplette Rockoper in deutscher Sprache.

Seine Solokarriere verfolgt Paul Vincent seit 2003 wieder aktiv. Bis dahin war er in erster Linie als Gitarrist für internationale Künstler wie Freddie Mercury, Sting oder Meatloaf sowie als Filmmusikkomponist tätig. Spätestens hier habe ich ihn sicherlich schon einmal gehört, ohne allerdings zu wissen, wer er ist. Von 1976 bis 1980 war Paul Vincent Mitglied und Koproduzent von Udo Lindenbergs Panikorchester. Außerdem spielte und schrieb er auch für Peter Maffay, Stefan Waggershausen und Ulla Meinecke.

Auf seiner MySpace Seite kann man sich einen Überblick über sein Schaffen machen.

Wer ihn live sehen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu:

15.05.2010: Habach (D), Village
17.07.2010: Heilbronn (D), Waldhaus Open Air
28.08.2010: Detmold (D), Waldbühne am Hermannsdenkmal
29.08.2010: Lippstadt (D), Cosack
18.09.2010: Dillingen, (D), Funkhaus Halberg
07.10.2010: Miltenberg (D), Beavers
08.10.2010: Villingen-Schwenningen (D), Scheuer
09.10.2010: Metzingen (D), Hirsch
14.10.2010: Augsburg (D), Spectrum
04.12.2010: Schelklingen (D), Stellwerk