BUIKA | Konzert in Berlin
von musicampus | 17. Mai 2010 | 21:01 Uhr
Heute gibt es ein kurzes Intermezzo mit einer wichtigen Ankündigung. Vor einigen Wochen erreichte mich aus Hamburg die wunderbare CD El último trago der Künstlerin Concha Buika, das in Zusammenarbeit mit Chucho Valdés entstanden ist. Seit dem vergangenen Herbst feiert sie mit dem Repertoire aus diesem Album Erfolge in Frankreich, Spanien, Südamerika und in den USA. Wegen der krankheitsbedingten Absage ihrer Shows im April werden zumindest die Fans in Berlin noch im Mai in den Genuss kommen, BUIKA mit ihrer einzigartigen Stimme endlich auch in Deutschland live zu erleben. Weitere Shows sind bereits für Frankfurt und Düsseldorf bestätigt .
Begleitet wird BUIKA dabei von Pianist Ivan „Melon“ Gonzalez und Percussionist Fernando Favier.
Folgend die weiteren Tourdaten:
20. Mai: Berlin – Passionskirche
17. August: Frankfurt/M. – Palmengarten
28. September: Düsseldorf – Altstadtherbst Kulturfestival
Wie ich eingangs schon angedeutet habe, liegt mir das Album vor und ich habe es fasziniert genossen. Allerdings bin ich bisher noch nicht dazu gekommen, eine Rezension zu verfassen, was ich aber an dieser Stelle schon einmal ankündigen möchte.
Weil aber das Konzert bereits recht bald ist, wollte ich meinen Leserinnen und Lesern dieses besondere Konzertereignis einer Künstlerin, die natürlich auch eine MySpace Seite hat, nicht vorenthalten.
Mad X-Ray | N:E.O.N.
von musicampus | 2. Mai 2010 | 20:22 Uhr
Aus Leipzig kommen Mad X-Ray, die Anfang des Jahres ihr Album N:E.O.N. veröffentlicht haben. Dieses Album ist ein ganz außergewöhnlicher Hörgenuss, bei dem ich immer wieder fasziniert zwischen sofort ausschalten und weiterhören schwanke. Leichte Kost ist N:E.O.N. wirklich nicht, klingt ziemlich brachial und man sollte sich hüten, das Album nebenbei zu hören. Dass die Musiker aus Deutschland hätte ich nicht gedacht. In der Bandbeschreibung, die mir mit der CD geliefert wurde, steht, dass Manuel H. Noll (dr), Mirco Schulze (git/voc) sowie Mario Noll (b/voc) mit ihrer Musik die Widersprüche zwischen Motorpsycho und Masters of Reality überwinden.
Das mag wohl sein – allerdings habe ich bisher weder etwas von Motorpsycho und Masters of Reality gehört und gewusst, dass es hier gewisse Spannungen gibt. Nichtsdestotrotz sollten die Leserinnen und Leser, die gerne Indie der härteren und schwereren Gangart hören, sich einen Eindruck auf deren MySpace Seite verschaffen.
Wer aus der Gegend kommt, kann sich Mad X-Ray demnächst auch live anhören:
22. Mai 2010 hammerberg, Freiberg
und dann wieder Ende des Jahres:
12. November 2010 Cafe Wagner, Jena
19. November 2010 Atomino, Chemnitz
20. November 2010 Moritzbastei, Leipzig
Rain | Musical Theater Bremen
von musicampus | 1. Mai 2010 | 17:35 Uhr
Gestern waren die MixTape-Fee und ich im Bremer Musical Theater und haben uns ein Konzert der Beatles Coverband Rain angehört. Schon im vergangenen Jahr berichtete ich über die Gruppe aus den USA, die zu Gast bei Thomas Gottschalk war und wünschte mir, deren musikalisches Spektrum live anschauen zu können. Momentan bietet sich die Gelegenheit dazu: seit dem 27.04. und noch bis zum 02.05. gastieren Rain in Bremen und bieten eine rund zweieinhalbstündige Live-Show rund um die verschiedenen Schaffensphasen der Beatles.
Zu Weihnachten habe ich bereits die Karten geschenkt bekommen – und das war gut so, da das Musical Theater zu gefühlten 99% ausverkauft war. Unsere Plätze hätten fast nicht besser sein können, da wir genau vor dem Mischpult saßen und so vermutlich den besten Sound hatten.
Pünktlich begann die Show, die übrigens einen ziemlich interessanten Rahmen hat: Rain spielen die verschiedenen Phasen der Beatles in originalgetreuen Kostümen und auf zwei großen Monitoren wird mit Filmen in die jeweilige Zeit eingeführt.
Neben musikalischen Einspielern, Werbung der entsprechenden Zeit und den damaligen politischen Gegebenheiten werden – und das kam beim Publikum besonders gut an – Szenen gezeigt, die jeder Beatles-Fan kennt, die aber von den Musikern von Rain nachgestellt wurden. Großartig waren der Auftritt bei der Ed Sullivan Show oder die nachgestellten Plattencover.
Die Show ist in zwei Akte aufgeteilt, wobei im ersten Teil die frühen Jahre bis zum Sgt. Pepper Album gezeigt wurden. Rain trat zunächst mit den typischen Anzügen und Pilzkopfperücken auf und wechselte dann in die Neru-Jackets, die die Vier beim Auftritt im Shea Stadium trugen. Zum Abschluss wurde in die vier verschiedenen Uniformen der Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band gewechselt und die Band entließ uns mit dem fulminanten Schlussakkord von A Day in a Life, der von einem Film einer explodierenden Atombombe begleitet wurde, in die Pause.
Im zweiten Teil war die Show zunächst von den psychodelischen Momenten der Beatles geprägt und hatte mit I’m a Walrus und einer halb akustischen und halb “originalen” Version von While my guitar gently weeps die besten Songs des Abends. Zum Abschluss traten Rain in den Kostümen auf, die die Beatles auf dem Cover des Abbey Road Albums trugen. Mit Come together, Get Back, Give Peace A Chance, Revolution und The End wurde der offizielle Teil der Show abgeschlossen. Allerdings forderte das Publikum Zugaben und so wurde gemeinsam Let it be und Hey Jude gesungen, bevor nach Rock’n Roll Music endgültig der Vorhang fiel.
Das Konzert war rundum gelungen, die Band vermittelte Spielfreude und das Konzept war durchdacht und machte dem Publikum Spaß. Einige Punkte machten mir besonders Spaß: “Paul” war außergewöhnlich, weil er den Bass linkshändig, aber bei Blackbird rechtshändig Gitarre spielte. Zu Gast war während unserer Aufführung das St. Pauli Urgestein Horst Fascher, dessen Buch eine Pflichtlektüre für den interessierten Beatlesfreund ist. Außerdem stand “John” plötzlich dem Outfit auf der Bühne, das der echte John Lennon 1972 während seines Konzerts in New York trug. Ich habe keine Ahnung, wann er das Kostüm wechselte.
In meinem vorherigen Beitrag zu Rain fragte ich mich, wie die Band wohl die “späteren” Alben umsetzt und wie dies wohl klinge. Umgesetzt wurden die besonderen Effekte wie Orchester oder Streichersätze durch einen Keyboarder, der dezent und unbeleuchtet im Hintergrund werkelte. Lediglich sein Bildschirm leuchtete und erst beim E-Piano Solo von Get Back wurde er voll beleuchtet.
Musikalisch war an Rain für mich nichts auszusetzen – alles klang fast original wie von der Platte. Enorm waren auch die Stimmähnlichkeiten von “Paul” und “John”. Es hat richtig Spaß gemacht, das Konzert zu verfolgen.
Heute abend und morgen sind die Vier von Rain, die eigentlich fünf sind, noch zu Gast in Bremen. Vielleicht wäre dies eine gute Alternative zum Fernsehabend am Wochenende.






neue Kommentare