Klettern im Kletterwald Nord

von musicampus | 19. Oktober 2009 | 15:54 Uhr | Artikel drucken

Kletterwald Nord auf www.musicampus.deDie MixTape-Fee ist bekannt für ihre mich oftmals überraschende Ideen, und so hat sie mich einmal mehr mit einer außergewöhnlichen Freizeitbeschäftigung konfrontiert. Vor etwas mehr als einer Woche schlug sie vor, den noch recht neuen Kletterwald Nord zu besuchen. Dieser befindet sich direkt an der Thülsfelder Talsperre bei Friesoythe. Zuerst war ich ziemlich skeptisch und fragte mich, was ich in meinem Alter noch auf Bäumen zu suchen habe und malte mir das Ende des Ausflugs recht plastisch mit offenen Brüchen, Stauchungen und Zahnlücken aus. Der Überzeugungskraft der MixTape-Fee war es zu verdanken, dass wir dennoch an einem wunderschönen Oktoberfreitag den Weg ins Cloppenburger Land antraten, um einen Abenteuerspielplatz der ganz besonderen Art kennen zu lernen.

Nach etwa einstündiger Fahrt sind wir beim am Ende doch etwas versteckten Kletterwald Nord angekommen und mussten ein paar Minuten bis zur nächsten Einführung warten, die wir mit einem Kurzbesuch am Stausee überbrückten.

Die dann folgende Einführung inklusive Anlegen der Gurte und Erklärung der Sicherheitsbestimmungen haben mich sehr beeindruckt. Sicherheit ist an diesem Ort ganz groß geschrieben, was einem gleich beim Anlegen der Gurte deutlich gemacht wird. Es ist den Kletterern nicht gestattet, selbst die Gurte anzulegen und festzuziehen oder sie selbst abzulegen. Nachdem man sich mit Handschuhen versorgt hatte, folgte die Einführung, wie man sich im Kletterwald zu bewegen habe. Auch hier wurde ganz klar erklärt, dass bei Nichteinhaltung das Klettern verboten würde. Verhält man sich nicht entsprechend der Regeln – beispielsweise muss immer eine Hand zum Festhalten benutzt werden, während man sich mit der anderen Hand mit dem Karabinerhaken beschäftigt – erhält man zunächst eine Verwarnung in Form einer gelben Karte. Bei Wiederholung gibt es die rote Karte und man wird des Kletterwaldes verwiesen.

Nach der Einführung ging es in die verschiedenen Parcours. Hier hatten wir die Wahl zwischen den etwas leichteren Fitness-Parcours, entschieden uns aber für den etwas schwereren Trainingsparcours mit seinen 17 Elementen. Es hat richtig viel Spaß gemacht und war auch nicht zu anstrengend. Man hatte auch nie das Gefühl, dass es irgendwann einmal brenzlig hätte werden können, obwohl wir uns teilweise in sieben Metern Höhe befunden haben.

Nachdem das Training absolviert war, wagten wir uns an den Abenteuerparcours, der schon eine gehörige Stufe schwieriger war und noch mehr Spaß machte. Es dauerte auch ein wenig länger und ich habe bereits Muskeln gespürt, die ich normalerweise wohl nicht so häufig benutze.

Im Anschluss an diesen Parcours haben wir uns ein wenig ausgeruht, in dem wir den Fliegenden Holländer ausprobiert haben. Hierbei hängt man einer Rolle und fährt einer Seilbahn gleich über einen kleinen See, der schätzungsweise 40m – 50m breit. Auf der anderen Seite mussten wir uns nur umhängen, um dann die gleiche Strecke an einem anderen Seil wieder zurück zu gleiten. Erstaunlich war auch, wie schnell man auf der kurzen Strecke geworden ist.

Die MixTape-Fee hat abschließend noch einmal richtig viel Mut bewiesen und hat den Wagnis-Parcours ausprobiert. Dieser hat es in sich, was man bei Betrachtung von unten nicht glauben mag. Nach einem recht schwierigen Aufstieg über ein Netz und einer etwas leichteren Übung, erwartete sie der schwierigste Teil. Sie musste sich in ungefähr sieben Metern Höhe den Weg über verschieden hoch aufgehängte Schaukeln kämpfen. Aber bereits nach zwei überwundenen Schaukeln hatte die MixTape-Fee das System verstanden und bahnte sich unter der Anerkennung eines Mitarbeiters des Kletterwaldes den Weg. Der Clou dieses Parcours ist am Ende der Base-Jump, bei dem sie – natürlich an einem Seil gesichert – von einer fünf Meter hohen Plattform sprang und sicher den Boden erreichte.

Leider mussten wir den Kletterwald danach schon verlassen, aber wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort. Dieser Wald ist ein Riesenspaß, bei dem man nicht nur psychische, sondern auch physische Grenzen erreichen kann. Die kommenden beiden Tage waren übrigens von Muskelkater dominiert. Aber es lohnt sich – auch für Familien mit Kindern -, den Kletterwald Nord einmal zu besuchen.

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Kommentare

2 Antworten zu “Klettern im Kletterwald Nord”



  1. # 1 von Matthias Wilkens am 22. Oktober 2009 um 19:48 Uhr

    Ja, macht wirklich Spaß. Wir haben in HH auch einen Kletterwald. Selbst Nyah hatte riesigen Spaß in den Bäumen mit dem Klettergeschirr.

    http://kletterwald-hamburg.com/

    LG
    Matthias



  2. # 2 von musicampus am 22. Oktober 2009 um 21:30 Uhr

    Von dem Kletterwald wussten wir noch gar nicht. Den haben wir uns mal notiert – vielleicht fahren wir dort auch einmal hin. Danke für den Tipp! :-x

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