#493 Besuch im Cubeaudio Tonstudio
von musicampus | 30. Oktober 2009 | 11:53 Uhr
Seit ich musiziere interessieren mich neben dem Singen und dem Gitarrespielen vor allem auch Aufnahmeverfahren und die dahinter stehende Technik. So waren für mich meine bisherigen Studioaufenthalte auch immer deshalb interessant, weil ich sehen und lernen konnte, wie der Prozess von einer ersten Idee bis zum fertigen Song funktioniert. Bereits 2007 bin ich eher zufällig auf das Cubeaudio Tonstudio gestoßen, das mir damals durch seinen Videocast aufgefallen ist. Schon 2007 bot Götz Müller-Dürholt mit seinem Partner Markus Gumball ein Talent Development an, was ich für das Angebotsspektrum eines Tonstudios ungewöhnlich fand. Daher habe ich das Studio in meinem Podcast vorgestellt und damals verabredete ich mich mit Götz, dass ich ihn einmal in Rosdorf bei Göttingen besuchen komme.
Mittlerweile sind mehr als zwei Jahre vergangen und vergangenen Mittwoch habe ich das Team von Cubaudio besucht. Zwischenzeitlich ist es auf fünf Mitarbeiter gewachsen, von denen ich den harten Kern Nadine, Götz und Markus kennen gelernt habe.
Auch das Angebot ist in den vergangenen Jahren gewachsen und auch die jüngst relaunchte Website ist umfangreicher und sehr schick geworden. Neben den üblichen Infos über Team und Produktpalette gibt es den Cubeclub, der gegen einen jährlichen Beitrag von nicht einmal zehn Euro (kein Abo!) viele interessante Zusatzangebote bietet.
Nach einer Führung durch den gesamten Komplex standen Nadine und Götz noch für ein Interview zur Verfügung, in dem Nadine unter anderem ausführlich zum Thema Talent Development Stellung nahm. Sehr detailliert und aufschlussreich berichtet sie über die Unterstützung, die Cubeaudio bieten kann, um jungen talentierten Musikern die Möglichkeit zu geben, sich von der Masse abzuheben und auf sich aufmerksam zu machen. Das Anhören lohnt sich, zumal ich an dem Abend sogar wieder etwas gelernt habe!
Wer auf der Suche nach einem Tonstudio mit sympathischen Mitarbeitern, einem gemütlichen Ambiente, hochwertiger Technik und einem geradezu riesigen Aufnahmeraum ist, sollte sich einmal zu einem Gespräch mit Nadine, Markus oder Götz verabreden.
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Plattenladenwoche in Bremen
von musicampus | 29. Oktober 2009 | 11:01 Uhr
Kürzlich habe ich erfahren, dass ähnlich dem amerikanischen Vorbild des Record Store Day in Deutschland eine Plattenladenwoche etabliert werden soll, während der der Tonträgerhandel gemeinsam mit verschiedenen Künstlern auf seine Vorzüge und Wichtigkeit für die Musikkultur aufmerksam machen wird. Manchmal frage ich mich, ob die Kids heutzutage nachvollziehen können, wie es ist, in einen Plattenladen zu gehen. Dieses war ein nicht allzu häufiges und damit besonderes Ereignis, das dann eintrat, wenn man sein Taschengeld gespart hatte, um sich eine neue Platte zu kaufen und den Weg in die Innenstadt antrat, um den präferierten Händler aufzusuchen. Dieser kannte einen meist schon und hatte immer einige Neuheiten vorrätig, die dem eigenen Musikgeschmack entsprachen. Nachdem man sich über den Kauf des letzten Albums ausgetauscht hatte, wurde man mit einem geheimnisvollen “Komm mal mit, ich hab da was – das gefällt Dir bestimmt” ins Vertrauen gezogen und zu einem der meterlangen Tische begleitet, in denen nach Genre und Alphabet sortiert die Platten auf ihren neuen Eigentümer warteten.
Immer war es so, dass mindestens eine Person an einem dieser Tische stand und mit typisch eingeknickter Hüfte und beidhändig hantierend nach Neuem suchte. Meistens waren bereits mehrere Scheiben zwischen Arm und Körper eingeklemmt.
Schon fast mit diebischer Freude zauberte der Händler ein Album aus der Menge und bot das sofortige Anhören an einem der bereitstehenden Plattenspieler an. Fachkundig wurde man von ihm beraten, wurden Neuerscheinungen schmackhaft gemacht und letztlich ging man zufrieden mit seinem Einkauf nachhause.
Auch die Vorfreude auf das erste Anhören zuhause – meist verkürzte ein ausgiebiges Studium des Covers im Bus die Fahrt – kennt man heute in Zeiten von amazon und iTunes Store nicht mehr.
Um so mehr hat es mich gefreut, dass in diesem Herbst die Plattenladenwoche veranstaltet wird, das den unabhängigen Fachhandel in seiner gesamten Bandbreite darstellt. In der Zeit vom 30.10. bis 6.11. stehen deutschlandweit Plattenläden und Klassikfachhändler im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Dem von mir beschriebenen Umstand, dass Service, persönliche Beratung und Empfehlungen von Mitarbeitern, die Musik leben und lieben, heute zu kurz kommt, wird mit der Plattenladenwoche entgegengewirkt, in dem der Tonträgerfachhandel in Deutschland seine Stärken prästentiert. Hier stehen die Musik und das Gesamtwerk des Künstlers im Vordergrund. Es soll deutlich gemacht werden, dass der Besuch im Fachhandel ein Erlebnis ist, das mit speziellen Events noch einmal betont wird.
Es werden unter anderem Schaufensterkonzerte und Autogrammstunden für alle Musikliebhaber geboten. Außerdem wird die Plattenladenwoche nicht nur durch Auftritte verschiedener Künstler unterstützt, sondern auch mit Interviews und Autogrammstunden. Ein weiterer Clou ist, dass es limitierte, exklusive Editionen geben wird, die ausschließlich bei den teilnehmenden Fachhändlern vor Ort erhältlich sein werden.
Auch Bremen ist bei der Plattenladenwoche vertreten: Am Samstag, 7. November werden die schweizer Hardrocker Gotthard eine Zugabe zur Plattenladenwoche 2009 geben. Fans und Interessierte können sich ab 17 Uhr bei Hot Shot Records in Bremen einfinden, wo die Band eine Autogrammstunde geben wird.
Dennis Lisk | SUCHEN & FINDEN
von musicampus | 27. Oktober 2009 | 09:42 Uhr
Leser von www.musicampus.de wissen, dass ich Ungewöhnlichem grundsätzlich aufgeschlossen bin und gerne musikalisches Neuland beschreite. Als ich vor einigen Tagen ankündigte, dass ich versuchen werde, das neue Album SUCHEN & FINDEN von Dennis Lisk zu bekommen, um es zu besprechen, war mir die besondere Herausforderung noch nicht bewusst. Dennis, vermutlich bekannter unter dem Namen Denyo als Mitbegründer der Beginner, begab sich auf neue Pfade und beschritt den neuen Weg als Liedermacher. Tatsächlich liegt das Album auf meinem Schreibtisch. Vielmehr ist es die CD-Hülle, die auf meinem Schreibtisch liegt, während die CD bereits die dritte Runde im Player spielt.
Noch nie ist es mir so schwer gefallen, mir ein Urteil über ein Album zu bilden. War ich vom bereits angesprochenen So und nicht anders auf Anhieb angetan, musste ich mich beim ersten Anhören des Gesamtwerks zwingen, den Skipdrang zu unterdrücken. Mein musikalischer Nerv wurde einfach nicht getroffen und es graute mir vor der dem Schreiben des Beitrags. Eine seltsame Melange aus deutschen Texten mit Reflexionen, Erkenntnissen und Ratschlägen gepaart mit verschiedensten Fragmenten musikalischer Stilrichtungen ergibt ein dann allerdings doch hörenswertes Album. Es ist ungewöhnlich und deshalb erregt es Aufmerksamkeit.
Fühlte ich mich eben noch an The Police erinnert, meinte ich an anderer Stelle einen Einfluss von Udo Lindenberg zu erkennen. Nicht ganz von seinen Wurzeln lassen könnend, reggae-te und ska-te Dennis dann doch und überraschenderweise knarzte plötzlich Jan Delay in meinen Ohren, was für mich ein eher zweifelhaftes Vergnügen war. Später erfreut er mich wiederum mit Streicherarrangements und funky Anklängen.
Mein Eindruck ist, dass Dennis Lisk einen neuen Weg beschritten, aber seine Richtung noch nicht ganz gefunden hat. So bekommt der Titel SUCHEN & FINDEN in eine besondere Bedeutung. Auf jeden Fall werde ich seinen musikalischen Weg weiter verfolgen.
Rebekka Bakken | Morning Hours
von musicampus | 26. Oktober 2009 | 09:57 Uhr
Seit gestern müssen wir es nun auch offiziell hinnehmen: spätestens mit der Umstellung auf die Winterzeit wird auch dem letzten Sommerfreund klar, dass die Abende früher beginnen und die dunkle Jahreszeit damit endgültig eingeläutet ist. Damit beginnt für Viele auch die Zeit, in der die Abende vermehrt in den eigenen vier Wänden verbracht werden. Greifen die Schmöker zu Büchern, freuen sich die Musikfreunde auf den bevorstehenden Reigen an vorweihnachtlichen Veröffentlichungen von neuen Alben. Da trifft es sich, dass am vergangenen Freitag die norwegische Künstlerin Rebekka Bakken ihr aktuelles Album Morning Hours veröffentlicht hat.
Spätestens seit ihrem Album I Keep My Cool aus dem Jahre 2006 bin ich aufmerksamer Verfolger dieser einzigartigen Künstlerin. Abgesehen vom eher unwichtigen Umstand, dass man ihr nicht ansieht, dass sie im Jahr Willy Brandts Warschauer Kniefalls geboren wurde, hat sie eine ganz besondere Stimme und schreibt berührende Lieder.
Auch das mir vorliegende Album Morning Hours ist ein Juwel. Wie zwölf gute Freunde kommen mich die Lieder besuchen und erzählen von Begebenheiten und davon, wie sie jeweils von bestimmten Personen erlebt werden. Die Musik klingt verblüffend amerikanisch, ein wenig nach Country, aber immer wohlproportioniert und trotz des eher sehr ruhigen Charakters des Albums nie kalkuliert oder gar langweilig. Ganz im Gegenteil, die Arrangements und der Drei-Oktaven-Stimmenumfang von Rebekka Bakken, deren Stimmfarbe mich in einigen Passagen manchmal, aber nur ganz entfernt, an Dolores O’Riordan erinnert, überraschen im Verlauf des Albums immer wieder. Und so, wie ein verspäteter Gast einen Abend unter Freunden vollkommen macht, werden wir mit einem Bonustrack erfreut, der das Album abrundet.
Dieses Album sei allen Musikliebhabern ans Herz gelegt, die nach einem musikalischen Rahmen für ruhige Stunden suchen, das Ungewöhnliche nicht scheuen und Wert qualitativ hochwertige Musik setzen.
Rebekka Bakken wird Ende November zu einer großen Tournee aufbrechen, die sich bis in den Februar 2010 erstrecken wird. Die Tourdaten finden sich auf ihrer Seite.
Wise Guys in der Glocke Bremen
von musicampus | 25. Oktober 2009 | 15:06 Uhr
Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden, hat mich das Leben bisher gelehrt. Dass aber derjenige, der nichts erwartet, auch wahnsinnig überrascht werden kann – und ich meine das im positiven Sinne -, habe ich vergangenen Freitag beim Konzert der Wise Guys in der Bremer Glocke erfahren. An diesem Tag gab es für mich gleich zwei Premieren: noch nie war ich vorher in dem Konzertsaal der besonderen Art, der weit über Bremens Grenzen hinaus bekannt ist. Außerdem habe ich auch noch nie ein Konzert der fünf Musiker aus dem Großraum Köln, die ihre Form der Darbietung als Vokal Pop bezeichnen, besucht.
Im Mai habe ich, als ich mit der MixTape-Fee von der ersten Etappe der Weserradtour zurückkam, einen Soundcheck der Wise Guys zu deren Auftritt anlässlich des Evangelischen Kirchentags aus der Ferne mitbekommen. Damals war ich über die Reaktion der Zuhörer ziemlich überrascht, die nicht nur begeistert waren, sondern alle den Text von Jetzt ist Sommer offensichtlich auswendig kannten. Die MixTape-Fee dagegen kannte die Wise Guys bereits und hatte im Herbst 2008 in weiser Voraussicht schon für 2009 Karten bestellt, da das Konzert 2008 bereits restlos ausverkauft war.
Vergangenen Freitag sind wir in die wieder restlos ausverkaufte Glocke gefahren und haben das zweite Bremer Konzert der diesjährigen Tour besucht. Wir haben dort ein völlig gemischtes Publikum vorgefunden. Von Kind bis Greis und von Öko bis CEO beschreibt das Spektrum wohl recht anschaulich.
Bereits als die Wise Guys die Bühne betraten, wurden sie mit frenetischem Applaus begrüßt; als das erste Lied beendet war, hatte die Band das Publikum bereits auf ihrer Seite. Mir hat das Gesamtkonzept der Gruppe von Anfang an sehr gut gefallen: tolle Gesangsdarbietungen mit intelligenten und witzigen Texten gemischt mit feinsinnigen Ansagen von Daniel “Dän” Dickopf, der das Bremer Publikum immer wieder augenzwinkernd aus der Reserve lockte und es sich nicht nehmen ließ, auf das am 29.01.2010 erscheinende neue Album Klassenfahrt hinzuweisen. Einige Lieder, die eventuell auf dem Album erscheinen werden, wurden bereits an diesem Abend vorgestellt. Außerdem wurde mit Nils Olfert der Neuzugang (seit Anfang 2009 dabei) der Wise Guys vorgestellt, den das Publikum nach seinem Solo Angels von Robbie Williams sofort in sein Herz geschlossen hat.
Der Auftritt bestand aus zwei Teilen, die durch eine kurze Pause voneinander getrennt wurden. Im ersten Teil traten die Wise Guys leger mit Jeans und Hemden auf und brachten offenbar nicht ganz so bekannte, weil vermutlich noch neue, Lieder zum besten. Indikator hierfür war das Publikum, das zwar nach jeder Nummer begeistert applaudierte, aber bis auf einige Ausnahmen noch nicht textfest war. Auffallend waren gerade im ersten Teil des Konzerts die ausgefallenen Tanzeinlagen von Marc “Sari” Sahr, der nicht nur mit seinem Hüftschwung die Zuschauerinnen begeistert haben dürfte. Auch die Ankündigung seiner Sondereinlage im zweiten Teil, in der das Publikum wiederum augenzwinkert um Nachsicht ob seines lediglich peripher vorhandenen schauspielerischen Talents gebeten wurde, dürfte mütterliche Schutzinstinkte bei der einen oder anderen Zuschauerin geweckt haben.
Überhaupt nahm das Konzert im zweiten Teil erheblich an Fahrt auf: die Band, mittlerweile in schwarze Anzüge gekleidet, bezog das Publikum immer mehr ein, sang mit ihm und forderte es zum Aufstehen und Mitklatschen auf. Das Publikum wiederum nahm den Ball auf und so ergab sich ein tolles Wechselspiel zwischen Bühne und Saal, das in einer Choreinlage des Publikums gipfelte, das durch Edzard “Eddi” Hüneke geschickt zu gesanglichen Höchstleistungen geführt wurde.
Der absolute Höhepunkt des Abends war in meinen Augen die Interpretation von Michael Jacksons Thriller, das in der Wise Guys Version Schiller heißt und neben einem deutschem Text und dem a capella Arrangement über ein überraschendes Element verfügt: gegen Ende des Songs, der uns von den Schwierigkeiten beim Lesen der Werke des (nicht nur dieses) Klassikers erzählt, rezitiert Ferenc Husta mit wunderbarem Bass zwei Strophen aus Schillers Die Bürgschaft. Selten hat mich eine Live-Darbietung dermaßen begeistert. Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, sollte sich den verlinkten Ausschnitt einmal anschauen. Allerdings ist die Wirkung im Konzertsaal ungleich größer.
So war es auch nicht verwunderlich, dass das Publikum die Wise Guys nicht ziehen lassen wollte und so vehement Zugabe skandierte, dass die Gruppe noch dreimal die Kür ablegte, bevor es zum obligatorischen Afterglow im Foyer übergehen sollte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein rundum gelungener Konzertabend viel zu schnell vorüber ging. Das wiederum ist ein sehr gutes Indiz dafür, dass das Konzert sehr kurzweilig war und mich begeistert hat. Jedem, dem sich die Möglichkeit bietet, sollte die Wise Guys besuchen und nicht zu lange zögern, da die Karten – zumindest in Bremen – bereits ein Jahr vor dem Konzert vergriffen sind! Wer sich nicht sicher ist, sollte sich das gegenwärtig noch aktuelle Album frei! besorgen oder den 29.01.2010 abwarten und auf Klassenfahrt gehen.
QTom | Plattform für interaktives Fernsehen
von musicampus | 23. Oktober 2009 | 15:26 Uhr
Als ich vor einigen Tagen die aktuelle Single des Künstlers Dennis Lisk vorgestellt habe, bin ich das erste Mal auf QTom gestoßen, wo man das aktuelle Video von Dennis Lisk sehen konnte. QTom kam mir seltsam unbekannt, aber ziemlich interessant vor, so dass ich alle mir bekannten Quellen bemühte und mir mittlerweile ein Bild über ein beachtenswertes Konzept machen konnte. Bereits seit dem 3. September ist der personalisierbare Musiksender QTom auf Sendung. Dabei unterscheidet sich der Sender von anderen Sendern, dass der Zuschauer erstmalig live in das TV-Musikprogramm eingreifen und dieses einfach nach eigenen Vorlieben bestimmen und verändern kann. Die Initiatoren heben hervor, dass hiermit das Fernsehen aus einer Art linearen Fremdbestimmung von Programmmachern herausgeholt und zu einem persönlichen Erlebnis gemacht werde.
QTom wurde für das Fernsehen konzipiert und ist über Philips Net TV Fernseher und auf www.qtom.tv zu empfangen. Grundlegende Idee, auf der QTom basiert, ist, dass ganz bewusst Wert auf eine intuitive und einfache Bedienung mit der Fernbedienung gelegt wird.
Über drei einfache Drehregler wird dem Zuschauer ermöglicht, das Programm wie mit einem Dimmer seinem individuellen Stil und seiner Stimmung über die Fernbedienung anzupassen. Er hat dabei die Möglichkeit, über Regler schnellere oder langsamere Musik, überwiegend Hits oder lieber coole Insidertracks oder aber klassische oder neuere Musik seine gerade präferierte Richtung vorzuwählen. Dank einer erfahrenen Redaktion im Hintergrund wird der Zuschauer immer für das passgenaue Programm und die neuesten Clips versorgt. QTom kann so die individuellen Stimmungen und persönlichen Vorlieben jedes Zuschauers wiedergeben. Für den Zuschauer ergibt sich so der Vorteil, dass er, im Gegensatz zum herkömmlichen Musikfernsehen, mit Musik versorgt wird, die dem entspricht, was er sich gerade wünscht – und er wird nicht von Klingeltonwerbung, Trashformaten und zweifelhaften Teenieshows gestört.
Einige erste Testrunden, die ich leider nicht auf meinen PPC-Macs durchführen konnte, fand ich schon sehr ansprechend und man darf gespannt sein, wie sich dieses Format entwickeln wird. QTom hat mir mitgeteilt, dass man daran arbeite, dieses dort bekannte Problem mit den PPC zu lösen.
Bleibt die Überlegung, die ich weitestgehend im Raum stehen lassen werde: hat das Konzept Zukunft? Der erste Gedanke, der mir beim Kennenlernen dieses Konzepts kam, war, dass Musik in erster Linie etwas Hörbares ist und ich finde, dass Videos ein Transportmittel für Musik sind.
Steht die Musik im Vordergrund, habe ich beispielsweise über last.fm, deezer oder blip.fm genügend Möglichkeiten, am Rechner nach meinen Präferenzen sortierte Musik zu hören. Ich stimme zu, dass mir die Idee für Videos sehr gut gefällt. Gerade dann, wenn man Freund der audiovisuellen Werke von Musikern und Regisseuren ist, hat man ein schönes Werkzeug – und ich schreibe bewusst nicht Spielzeug – , mit dem man den Mikrokosmos Musikvideo erkunden kann. Die Frage, ob die Zeit der Musikvideos nicht schon längst vorbei ist, soll hier nicht erörtert werden.
Ganz aktuell ist, dass QTom heute seinen Pop-Kanal exklusiv mit privatem Filmmaterial der Fantastischen Vier startet. Damit geht der erste von vorerst zwölf Spartenkanälen auf allen Net-TV Fernsehgeräten und im Web unter www.qtom.tv auf Sendung. Anlässlich der Premiere gibt es ein exklusives Special, denn rechtzeitig zur Veröffentlichung der Heimspiel DVD, einem Mitschnitt des legendären Konzertes in Stuttgart anlässlich ihres 20 jährigen Bühnenjubiläums, erhalten die Fantastischen Vier einen eigenen Fernsehkanal. Smudo lässt es sich nicht nehmen, auf dem Fanta 4-Channel durch zwei Jahrzehnte Bandgeschichte mit allen Hits, privatem Fanta 4 Filmmaterial als TV-Premiere und seinen persönlichen all-time-favourite Videos zu führen.
Magic Mouse, iMac, MacBook und Mac mini
von musicampus | 22. Oktober 2009 | 11:46 Uhr
Am vergangenen Dienstag wurden die Apple Stores der Welt mit neuen iMacs, MacBooks und MacMinis befüllt. Nicht ganz unerwartet, aber schließlich doch für den einen oder anderen überraschend, standen die neuen die neuen Produkte zum Verkauf an. Mich hat überrascht, dass die veröffentlichten Produktverbesserungen mehr oder weniger sang- und klanglos Eingang in die Stores der Welt fanden und weshalb ein Produkt wie die Magic Mouse, das dem Anspruch eines schon seit langer Zeit nicht mehr vorgestellten “One more thing…” sicher gerecht werden kann, unkommentiert vorgestellt wird?
Hierzu habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, die ich gern einer größeren Leserschaft vorstellen möchte. Daher habe ich den Beitrag, der sich mit diesem Thema befasst, bei Apfelquak veröffentlicht und freue mich auf die Reaktionen der Leser.
Klettern im Kletterwald Nord
von musicampus | 19. Oktober 2009 | 15:54 Uhr
Die MixTape-Fee ist bekannt für ihre mich oftmals überraschende Ideen, und so hat sie mich einmal mehr mit einer außergewöhnlichen Freizeitbeschäftigung konfrontiert. Vor etwas mehr als einer Woche schlug sie vor, den noch recht neuen Kletterwald Nord zu besuchen. Dieser befindet sich direkt an der Thülsfelder Talsperre bei Friesoythe. Zuerst war ich ziemlich skeptisch und fragte mich, was ich in meinem Alter noch auf Bäumen zu suchen habe und malte mir das Ende des Ausflugs recht plastisch mit offenen Brüchen, Stauchungen und Zahnlücken aus. Der Überzeugungskraft der MixTape-Fee war es zu verdanken, dass wir dennoch an einem wunderschönen Oktoberfreitag den Weg ins Cloppenburger Land antraten, um einen Abenteuerspielplatz der ganz besonderen Art kennen zu lernen.
Nach etwa einstündiger Fahrt sind wir beim am Ende doch etwas versteckten Kletterwald Nord angekommen und mussten ein paar Minuten bis zur nächsten Einführung warten, die wir mit einem Kurzbesuch am Stausee überbrückten.
Die dann folgende Einführung inklusive Anlegen der Gurte und Erklärung der Sicherheitsbestimmungen haben mich sehr beeindruckt. Sicherheit ist an diesem Ort ganz groß geschrieben, was einem gleich beim Anlegen der Gurte deutlich gemacht wird. Es ist den Kletterern nicht gestattet, selbst die Gurte anzulegen und festzuziehen oder sie selbst abzulegen. Nachdem man sich mit Handschuhen versorgt hatte, folgte die Einführung, wie man sich im Kletterwald zu bewegen habe. Auch hier wurde ganz klar erklärt, dass bei Nichteinhaltung das Klettern verboten würde. Verhält man sich nicht entsprechend der Regeln – beispielsweise muss immer eine Hand zum Festhalten benutzt werden, während man sich mit der anderen Hand mit dem Karabinerhaken beschäftigt – erhält man zunächst eine Verwarnung in Form einer gelben Karte. Bei Wiederholung gibt es die rote Karte und man wird des Kletterwaldes verwiesen.
Nach der Einführung ging es in die verschiedenen Parcours. Hier hatten wir die Wahl zwischen den etwas leichteren Fitness-Parcours, entschieden uns aber für den etwas schwereren Trainingsparcours mit seinen 17 Elementen. Es hat richtig viel Spaß gemacht und war auch nicht zu anstrengend. Man hatte auch nie das Gefühl, dass es irgendwann einmal brenzlig hätte werden können, obwohl wir uns teilweise in sieben Metern Höhe befunden haben.
Nachdem das Training absolviert war, wagten wir uns an den Abenteuerparcours, der schon eine gehörige Stufe schwieriger war und noch mehr Spaß machte. Es dauerte auch ein wenig länger und ich habe bereits Muskeln gespürt, die ich normalerweise wohl nicht so häufig benutze.
Im Anschluss an diesen Parcours haben wir uns ein wenig ausgeruht, in dem wir den Fliegenden Holländer ausprobiert haben. Hierbei hängt man einer Rolle und fährt einer Seilbahn gleich über einen kleinen See, der schätzungsweise 40m – 50m breit. Auf der anderen Seite mussten wir uns nur umhängen, um dann die gleiche Strecke an einem anderen Seil wieder zurück zu gleiten. Erstaunlich war auch, wie schnell man auf der kurzen Strecke geworden ist.
Die MixTape-Fee hat abschließend noch einmal richtig viel Mut bewiesen und hat den Wagnis-Parcours ausprobiert. Dieser hat es in sich, was man bei Betrachtung von unten nicht glauben mag. Nach einem recht schwierigen Aufstieg über ein Netz und einer etwas leichteren Übung, erwartete sie der schwierigste Teil. Sie musste sich in ungefähr sieben Metern Höhe den Weg über verschieden hoch aufgehängte Schaukeln kämpfen. Aber bereits nach zwei überwundenen Schaukeln hatte die MixTape-Fee das System verstanden und bahnte sich unter der Anerkennung eines Mitarbeiters des Kletterwaldes den Weg. Der Clou dieses Parcours ist am Ende der Base-Jump, bei dem sie – natürlich an einem Seil gesichert – von einer fünf Meter hohen Plattform sprang und sicher den Boden erreichte.
Leider mussten wir den Kletterwald danach schon verlassen, aber wir waren bestimmt nicht das letzte Mal dort. Dieser Wald ist ein Riesenspaß, bei dem man nicht nur psychische, sondern auch physische Grenzen erreichen kann. Die kommenden beiden Tage waren übrigens von Muskelkater dominiert. Aber es lohnt sich – auch für Familien mit Kindern -, den Kletterwald Nord einmal zu besuchen.
Dennis Lisk | So und nicht anders
von musicampus | 16. Oktober 2009 | 16:34 Uhr
Einmal mehr gibt es einen Trend, der mir momentan noch etwas befremdlich erscheint, dem ich mich aber nicht verschließen möchte. Mit QTom hat wohl das erste interaktive Musikfernsehen seine Pforten eröffnet. Leider funktioniert es nur mit Microsoft Silverlight als PlugIn, und dieses wiederum für einen PPC nur mit Safari 3. Daher blieb es mir bisher unerschlossen, inwieweit interaktives Musikfernsehen funktioniert, was ich schade finde. Ich könnte mir zwar einen passenden Firefox zulegen, finde aber, dass ein Anbieter schon passende Rahmenbedingungen schaffen sollte, damit er Interessierte an sich binden kann. Meine Neugierde muss ich wohl bis zum neuen iMac zügeln. Aber ich bleibe am Ball und hoffe, dass ich zum Sender einige Informationen zusammen tragen kann.
Daher ist mir auch das neue Musikvideo So und nicht anders von Dennis Lisk bisher unbekannt geblieben. Das Lied konnte ich mir ausschnittsweise aber auf seiner MySpace Seite anhören.
Der Fernsehsender strahlt das Video ab Freitag, 16. Oktober 2009, um 3.00 Uhr aus. Der Clip soll anschließend exklusiv bis einschließlich Sonntag, 18. Oktober, auf Heavy Rotation auf Net-TV-fähigen Philips Fernsehgeräten oder im Webbrowser unter www.qtom.tv zu sehen sein. Auch interessant ist, und später an dieser Stelle noch näher zu beleuchten sein wird, wie Philips Fernsehgeräte mit der Musiksender miteinander zusammenhängen.
Dennis Lisk dürfte den Freunden von Rap Musik besser als Denyo, Gründungsmitglied der legendären Hip-Hop-Band Beginner, bekannt sein. Dennis hat sich offenbar zum Liedermacher gewandelt und schafft sich für sein neues Album Suchen & Finden eine völlig neue Grundlage. Das, was man bisher hören kann, hat mich interessiert und ich werde schauen, ob dieses Album auftreiben kann, um es für musicampus zu besprechen.
Übrigens ist die Premiere des Videos gleichzeitig Startschuss für die Tournee, die Dennis Lisk gemeinsam mit den Söhnen Mannheims durchführt.
#492 Interview mit Stefanie Hempel
von musicampus | 16. Oktober 2009 | 14:50 Uhr
Weil es am vergangenen Samstag nach dem von Stefanie Hempel geführten Streifzug durch St. Pauli auf den Spuren der Beatles etwas hektischer wurde, haben wir ein vereinbartes Interview vor Ort erst einmal verschoben. Glücklicherweise waren unsere Terminkalender nicht zu voll, so dass heute per Skype-Schaltung das vor einigen Tagen angekündigte Interview mit Stefanie Hempel möglich wurde. Sie erzählt, wie sie auf die Idee zu dieser außergewöhnlichen Stadtführung gekommen ist und wen sie alles befragen konnte, um die Tour zu planen. Außerdem hat sie mit der Ankündigung des BeatlesBus Hamburg auf eine weitere Attraktion aufmerksam gemacht, die noch nagelneu ist und mich ziemlich neugierig werden ließ.
Wer nach dem Hören der Podcastepisode Lust auf die musikalische Tour durch St. Pauli bekommen hat, sollte sich umgehend anmelden.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.






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