#482 Peter Maffay wird 60 und Oasis trennen sich
von musicampus | 2. September 2009 | 16:07 Uhr | Artikel drucken
Mit Peter Maffay wurde einer der bekanntesten Künstler, die Deutschlands Musikwelt nachhaltig beeinflusst und gestaltet haben, am 30.08.2009 sechzig Jahre alt. Bis heute hat sich mir nicht erschlossen, weshalb sein künstlerisches Schaffen oftmals nur belächelt und häufig nicht entsprechend gewürdigt wird. Seit den siebziger Jahren ist er ein konstanter, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der nationalen Musikszene und hat mit seinem sozialen Engagement eine Menge bewirkt, so dass ihm zurecht das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.
Mir gefällt seine Musik – sowohl seine ersten Schlager als auch seine Rocksongs. Dass erstere zeitlos sind, machte sein 2001 erschienenes Album Heute vor 30 Jahren deutlich.
Oasis haben sich getrennt. Eigentlich hat Noel Gallagher seinen Ausstieg verkündet, aber da er als Songwriter Mastermind der Band war, kommt dies in meinen Augen einer endgültigen Auflösung gleich. Selbst eine Fortführung ohne Noel ist so überflüssig wie Queen mit Paul Rodgers als Sänger (auch wenn das Album The Cosmos rocks richtig gut ist) oder solche Überlegen, dass man damals die Beatles mit Julian Lennon als Sänger zu neuen Auftritten bewegen wollte.
Wer meine Podcasts regelmäßig verfolgt, weiß, dass ich diese Band sehr geschätzt habe, seit sie 1994 mit ihrem Debütalbum Definitely Maybe neben anderen Künstlern den Britpop eingeläutet haben. Auch die Folgealben (What’s The Story) Morning Glory und Be Here Now ließen mir manches Mal den Mund vor Begeisterung offen stehen. Allerdings schienen sich die Songwriterqualitäten auf ein gewisses Maß zu beschränken, so dass die darauf folgenden Alben wie Wiederholungen erschienen, ohne dass eine Weiterentwicklung hörbar oder spürbar wurde.
Dass Oasis – eigentlich nur die Gallagher Brüder – ihr Image als Rüpel intensiv pflegten und häufig die Gazetten mehr über ihre Prügeleien als über ihre Konzerte berichteten, ist bekannt. Auch, dass Noel und Liam ein angespanntes Verhältnis zueinander zu haben scheinen, dürfte keine Neuigkeit sein.
Ob Liams Ausstieg zur Auflösung führen wird, weiß wahrscheinlich nur die Band. Dass ein solches Ende der Band nicht überraschend und die logische Folge einer jahrelangen Entwicklung wäre, kann als konsequent betrachtet werden.
Fakt ist, dass sich Oasis 1994 anschickten, den Rock’n Roll Olymp zu erklimmen und dies zeitweise scheinbar auch schafften. Grund zur Traurigkeit über ein Ende der musikalischen Aktivitäten gibt es nicht. Mit ihrer Musik haben sie eine stilistische Ära maßgeblich geprägt und mit ihren Songs Werke geschaffen, die auch in 40 Jahren noch Spaß machen dürften. Fünfzehn Jahre Musikbusiness bei entsprechendem Lebenswandel überlebt zu haben, ist überdies auch eine Leistung, die nicht selbstverständlich ist.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.






# 1 von Norbert am 2. September 2009 um 18:08 Uhr
Deine Sendefrequenz ist echt sehr überraschend
. Natürlich trotzdem schön etwas von Dir zu hören.
# 2 von musicampus am 2. September 2009 um 18:54 Uhr
Freut mich, dass die aktuelle Phase so gut aufgenommen wird. Schaun mer mal, wie lange sie anhalten wird
# 3 von Christoph am 3. September 2009 um 08:43 Uhr
Maffay und Oasis sind beides Bands, die ich nie mochte. Von daher…
# 4 von musicampus am 3. September 2009 um 11:24 Uhr
Das Leben besteht doch nicht nur aus AIR und Tangerine Dream