pandoras.box – barriers
von musicampus | 28. Juni 2009 | 13:04 Uhr | Artikel drucken
Aus Niederbayern kommt die fünfköpfige Band pandoras.box, die ihr Debütalbum barriers nach gut vierjähriger ziemlich intensiver Arbeit veröffentlicht hat. Besonders an diesem Ereignis ist, dass die Band die Veröffentlichung in Eigenregie ohne Label oder Management durchgeführt hat und das Album als kostenloser Download bereit gestellt wird. Genau diese Form der Arbeitsweise verdient in Zeiten einer unflexiblen, niedergehenden und sich selbst bedauernden Musikindustrie eine besondere Erwähnung. Einen solchen Schritt zu wagen und konsequent zum Ende zu bringen, zeugt von wahrem Unternehmertum.
Sehr erfreulich ist dabei, dass das Ergebnis für ein Debütalbum äußerst ansprechend ist und überraschend reif wirkt. Hier werden wir mit durchdachten Songstrukturen und immer wieder überraschenden Arrangements durch die 14 Songs geführt, die jeder für sich einzigartig und abwechslungsreich sind.
Manchmal bin ich geneigt, im Album weiter zu springen, wenn mir ein Lied auf Anhieb nicht gleich zusagt. Diese Krankheit ist auf die digitale Entwicklung zurückzuführen, aber nicht zu entschuldigen. Wer noch Vinyl LPs kennt, wird sich wahrscheinlich erinnern, dass man früher eine Platte komplett durchgehört hat. Genau so sollte man bei diesem Album auch verfahren, weil so mancher Song eine überraschende Wendung nimmt und insgesamt richtig Spaß macht.
Dieses Album wird auf jeden Fall einen festen Platz in meiner Sammlung einnehmen, nicht nur, weil es für ein Erstlingswerk erstaunlich professionell und ausgereift klingt, sondern die Songs einfach gut sind.
Weitere Information gibt es auch bei MySpace und Last.fm.






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