Entertainment for the Braindead
von musicampus | 8. Juni 2009 | 19:00 Uhr | Artikel drucken
Eine recht ungewöhnliche Künstlerin mit einem ebenso ungewöhnlichen Namen möchte ich heute vorstellen. Entertainment for the Braindead heißt im wirklichen Leben Julia Kotowski und ist eine Künstlerin aus Köln, die nicht nur mit Gitarren und Ukulelen musiziert, sondern auch mit der musikalischen Verwertbarkeit von Papierkörben und Pfeffermühlen experimentiert. Etwas skeptisch war ich wirklich, als ich die Information von aaahh-records im Postkorb fand. Allerdings war mir gleich sympathisch, dass die angepriesene EP Seven (+1) zum kostenlosen Download zur Verfügung steht, wenn man einige Dinge beachtet. Auch hier kommt wieder Creative Commons zum Tragen.
Als Lofi-Künstlerin bezeichnet sich Entertainment for the Braindead. Sehr entspannt und melodiös kommen die Songs daher und Julias Stimme ist angenehm anzuhören. Mit scheinbar wenig Aufwand wurde die EP aufgenommen, aber ich glaube, das täuscht. Mir scheinen die Instrumentalspuren ziemlich komplex zu sein und mir gefallen die Songs ziemlich gut. Eine Einordnung fällt mir schwer, die muss meines Erachtens auch nicht sein. Hört Euch die EP an und erfreut Euch an den teilweise beatlesquen Songstrukturen.
Ein kleiner Wermutstropfen ist bei aller Euphorie allerdings zu vermerken, der das Gesamtbild etwas beeinträchtigt. Manchmal erscheinen mir die Percussiongeräusche etwas aufdringlich und stören den positiven Gesamteindruck, weil sie sich nicht in das Verhältnis von Gesang und Instrumenten integrieren. Klasse finde ich dagegen die immer wieder auftauchenden “atmosphärischen Störungen”, die wie bei Sheryl Crows The Globesessions das Sphärische unterstützen.
Wieder einmal fand ich eine kleine Perle und teile gern das Hörerlebnis!






Kommentare
Schreibe einen Kommentar