Weserradweg: Hann. Münden (1/4)
von musicampus | 23. Mai 2009 | 18:03 Uhr | Artikel drucken
Vergangene Woche hatte ich meinen ersten richtigen Urlaub seit Oktober – endlich gab es wieder einmal mehr als drei zusammenhängende freie Tage. Zwar hatte ich nur für eine Woche Urlaub, der war aber redlich verdient. Zur Regeneration haben die MixTape-Fee und ich beschlossen, unseren Urlaub wieder fernab vom Mainstream zu gestalten. Vor gut einem Monat haben wir uns neue Fahrräder (neue Räder scheinen zum Sommer der Trend zu sein: wir sind mit unserer Anschaffung nicht allein) gekauft, die wir nun einem besonderen Härtetest unterziehen wollten. Für ein paar Tage sollten uns die Drahtesel entlang des Weserradwegs tragen – ohne Ziel und ohne Vorgaben. Im Vorfeld haben wir uns eine vernünftige Radkarte zugelegt, die uns nicht nur als Wegweiser nützlich werden sollte, sondern auch als Entscheidungshilfe für Übernachtungsmöglichkeiten. Zimmer haben wir im Vorfeld nicht gebucht, da wir nicht wussten, wo wir am Ende unserer Kräfte ankommen sollten. Gut vorbereitet und mit dem Nötigsten ausgerüstet, was man zu einer solchen Tour benötigt, haben wir uns am vergangenen Montag mit dem Zug auf den Weg nach Hann. Münden gemacht.
Ich habe auch wieder ein paar Fotos online gestellt, die über einen Klick auf das Foto oben angezeigt werden.
Über Hannover und Göttingen ging es mit dem Niedersachsenticket nach Hann. Münden, wo wir nach gut fünfstündiger Fahrt angekommen sind. Das war zwar nicht schnell, ist aber angesichts der nicht getakteten Nahverkehrszüge, was mit erheblichem Aufenthalt in Hannover und Göttingen verbunden war, leider nicht zu vermeiden gewesen. Als Entschädigung brauchten wir aber vom Bahnhof nur noch gute drei Minuten mit dem Rad den Berg hinab rollen, um unser erstes Ziel, das Hotel Aegidienhof, zu erreichen. Hier wurden wir sehr freundlich von der Inhaberin persönlich empfangen, die uns nicht nur ein Zimmer anbot, sondern auch gleich eine Möglichkeit zum Unterstellen der Räder. Diese durften wir in der St. Aegidien-Kirche unterstellen – hier befindet sich auch die Grabstelle des Dr. Eisenbarth.
Nachdem wir unser zwar recht einfaches, aber sehr geschmackvoll und gemütliches Zimmer bezogen hatten, ging es in die Innenstadt, die geprägt ist von Fachwerkarchitektur.
Pflicht war für uns natürlich, die Stelle zu besuchen, an der die Weser entsteht. Am Weserstein betrachteten wir, wie sich die gemütliche Fulda und die schneller fließende Werra zur Weser vereinigen. Hier haben wir unseren Ausgangspunkt für die Radtour erreicht.
Damit wir am kommenden Tag unsere erste Etappe gut meistern konnten, folgten wir der Empfehlung unserer Gastgeberin und besuchten das Lokal (das auch ein Hotel ist) Die Reblaus, in dem wir unseren ersten Spargel der Saison genießen konnten. Dieses Lokal zeichnet sich dadurch aus, dass es zwar gutbürgerliche Küche anbietet, die Gerichte aber ganz hervorragend zubereitet und unheimlich lecker sind – und alles Andere als das sind, was man normalerweise unter gutbürgerlich versteht. Wer einmal nach Hann. Münden kommt, sollte dieses Lokal unbedingt besuchen.
Im zweiten Teil der Reisebeschreibung werde ich berichten, wie wir uns den Weg zur Sababurg erkämpften und völlig erschöpft in Bad Karlshafen eine ganz außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit gefunden haben.






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