Sharp IQ-8100M multilingual und Palm Vx
von musicampus | 14. Dezember 2008 | 10:57 Uhr | Artikel drucken
Vor einer Woche hat Christoph verkündet, dass er sich ein neues kleines Helferlein zugelegt hat. Für seine Zwecke hat er sich den PSION 5MX PRO bei Ebay ersteigert. Vielen dürfte dieses Gerät noch von Jeopardy! bekannt sein, die dort, glaube ich, als Trostpreise herhalten mussten. Computertechnisch bin ich nicht nur unbedarft, sondern auch recht unbefleckt. Nachdem ich mir 1985 einen Commodore C64 gekauft habe (mit Datasette), habe ich erste Gehversuche mit dem PC Anfang der 90er Jahre gemacht. Zunächst auf einem uralten 286er und dann auf einem 1994 selbst erstandenen 486er mit sagenhaften 8MB RAM (damals war 4MB Standard) und einer 1MB Grafikkarte sowie einer 520MB Festplatte.
Zwischen 286er und 486er, es muss zwischen 1992 und 1993 gewesen sein, kaufte ich mir diesen kleinen Organizer von Sharp, in dem ich meine Termine und Adressen verwaltete. Zudem konnte ich Notizen schreiben. Ein zusätzliches Feature war die Wörterbuchkarte, die ca. 20.000 englische Vokabeln umfasste. Ein für seine Zeit super Gerät. Nur konnte ich die Daten nicht sichern oder syncen (lt. Beschreibung konnte man sogar nur dumpen). Weil mir der entsprechende Rechner fehlte, habe ich als Backup die wichtigsten Termine in einen handelsüblichen Wochenkalender und meine Adressen in mein Filofax (sowas hatte man damals) geschrieben.
Im Dezember 2000 gab es dann den nächsten Meilenstein der Datenorganisation in Form eines Palm Vx, mit dem ich lange geliebäugelt habe, und den ich als Gemeinschaftsgeschenk von meinen Freunden zum 30. Geburtstag bekam. Ein genialer Handheld, der nicht nur optisch den heute gängigen Palm-Modellen immer noch weitaus überlegen ist, sondern auch trotz seiner für heutige Verhältnisse mageren 8MB Speicher keine Wünsche offen lässt, was das Organisieren von Terminen, Adressen und Notizen betrifft.
Leider habe ich es nie geschafft, den Syncvorgang zwischen Palm-Conduit und Mac über eine parallel-USB-Schnittstelle durchzuführen. So hatte ich ab 2004 wieder eine Insellösung, die ich mit sporadischen Datensicherungen am Arbeitsrechner mehr oder weniger komfortabel überstand.
Erst Anfang 2008 habe ich mich entschieden, einen iPod Touch zu kaufen, nachdem ich zwischenzeitlich über den iPod 5G zumindest meine Adressen und Termine sichtbar machen konnte. Ziemlich enttäuscht war ich, dass bei Einführung des iPod Touch zunächst auch die Kalenderfunktion nur passiv zu nutzen war. Glücklicherweise hatte Apple ein Einsehen und seit einem guten Dreivierteljahr möchte ich meinen neuen Organizer nicht mehr missen. Ein schöner Nebeneffekt ist übrigens, dass er auch Musik spielt.






# 1 von Christoph am 14. Dezember 2008 um 11:12 Uhr
Oh ja Palm. Waren mal tolle geräte. ich hatte den Palm IIIx, den Visor Edge, den Tungsten E, den Zire 71, den Tungsten E2, und den TX. Leider schaffte die Firma es nicht ihr Palm OS zu retten.
Aber der V war auch ein richtig feines Gerät und eigentlich der letzte wirkliche Höhepunkt der Firma…
# 2 von Matthias am 17. Dezember 2008 um 19:50 Uhr
Ach ja, der gute Sharp. Den habe ich auch noch. Allerdings ist die Batterie ausgelaufen und somit ein Fall für den Sondermüll.
Bekommen haben WIR den 1992. Du bisschen früher als ich. Muss im April gewesen sein. Ich bekam meinen am 1.5. und habe gleich in der folgenden Englischklausur den eingebauten Translator genutzt

Wenn man den reanimieren könnte, dann würde man sicher noch die Termine und Adressen wiederherstellen können. Falls möglich.
Ja und der Palm…den habe ich verkauft. Der war für den Gebrauch mit dem Mac total ungeeignet. Nun werde ich zukünftig den Moleskine-Kalender nutzen. Denn den finde total gut!
# 3 von Sven am 13. Januar 2009 um 12:03 Uhr
Herrlich, nochmals nachzulesen, was es alles so gab und sich dabei an seine eigene computerbezogene Entwicklung zu erinnern. Ich hatte als Kiddy auch so einen Organizer, allerding von Casio, das hatte ich mir zur Kommunion gekauft und in diesem zarten Alter, waren die Funktionen eigentlich auch schon übertrieben^^ Aber damals kam ein richtiges Laptop-Feeling auf. Und mit dem C64 fing sowieso alles an. Man war das damals genial. Kassete in die Datasette rein, lediglich gefühlte 30 Minuten laden lassen und dann ging’s ab mit den spielen. Später hatte ich dann eine Sega Mega Drive^^
Für Termine nutze ich heutzutage eigentlich nur noch outlook. Da ich eh nicht oft unterwegs bin und für den Fall der Fälle mein Laptop synchronisieren kann, habe ich damit meine Ideallösung gefunden. Für Leute, die sehr oft geschäftlich unterwegs sind wäre das natürlich nichts.