#457 AC/DC, Guns N’Roses und Brian Wilson
von musicampus | 29. November 2008 | 13:39 Uhr
Alle Jahre wieder veröffentlichen Musiker ihre Werke bevorzugt im Herbst, um von der Kauflust im Weihnachtsgeschäft zu profitieren. So eröffneten Metallica mit Death Magnetic den Reigen der Künstler, die für mich interessant sind. Dieses ziemlich gute, wenn auch sehr anstrengende Album hat mein Herz zwar nicht im Sturm erobert, findet aber seinen Platz im Regal dort, wo ich oft hingreifen werde. Zur Entspannung eignet sich hervorragend That Lucky Old Sun von Brian Wilson. Dieses Konzeptalbum ist vom ersten bis zum letzten Lied stimmig und überrascht mit seinen Wendungen und Arrangements. Vor allem ist es recht kurz gehalten, was ich bei Alben grundsätzlich begrüße. Wenn ich es mir recht überlege, werde ich noch Pacific Ocean Blue seines Bruders Dennis auf meinen Wunschzettel schreiben. Der Nasendackel berichtete darüber und war sehr begeistert.
Das neue Album Black Ice von AC/DC ist nicht nur seit langem wieder ein sehnsüchtig von den Fans erwartetes, sondern ein überaus gutes dazu. Das, was die Young Brüder mit ihren Mannen als Binärcode gebannt haben, ist einerseits nicht überraschend, da es ihrem Stil entspricht. Andererseits erstaunt es mich immer wieder, dass sie von irgendwoher neue Riffs zaubern, mit denen sie brachial die Lautsprecher malträtieren. Ein absolutes Muss nicht nur für eingeschworene AC/DC Fans.
Über die Veröffentlichung von Chinese Democracy von Guns N’Roses wurde bereits in einigen von mir gelesenen Blogs geschrieben und ausführlich diskutiert. Grundsätzlich stoße auch ich ins gleiche Horn wie der Nasendackel und die Apfelnase. Einerseits gefällt mir das seit ca. 15 Jahren erwartete Album gut, weil es wider Erwarten doch ein echtes Guns N’Roses Werk geworden ist. Andererseits klingen die Arrangements manchmal (wie auf Use Your Illusion) gewollt und nicht gekonnt. Nicht, dass sie schlecht klängen, aber ohne Slashs besonderen Stil und Duffs und Matts konzertierter Rhythmusarbeit klingt es eben nicht nach 100%ig nach Guns N’Roses. Dennoch haben Axl und Dizzy ganze Arbeit geleistet und eine Platte produziert, die mit Sicherheit besser ist als man erwartet hat. Und bei einigen Songs kommt dann doch die Wehmut auf, die man aus Estranged oder November Rain kennt.
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass von den bisherigen Veröffentlichungen noch keine Enttäuschung dabei ist und ich endlich wieder Hörstoff habe.
Als Meldungen habe ich noch folgendes: Ohrenfeindt sind am 12.12.08 im Pier 2 als Anheizer für Torfrock, die wieder ihre Bagaluten Wiehnacht feiern. Am 30.11. spielen Motörhead im Pier 2.
Norbert Hayduk, der gemeinsam mit seiner Frau Susanne den Bremer Kulturlabskaus präsentiert, eröffnet am 30.11. im Bremer Kulturzentrum Schlachthof seine Ausstellung.
Susannes Ausstellung Weinimpressionen läuft noch bis zum 31.12.08 im Vivo lo Vin, Duckwitzstraße 54-56. Die Öffnungszeiten sind: Di-Fr 15-19 Uhr, Sa 10-14 Uhr.
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#456 Audiokommentar – wie war das noch?
von musicampus | 22. November 2008 | 15:08 Uhr
Nach einer etwas längeren Pause geht es heute weiter mit der Saga um das Prüfungstagebuch. Etwas Gutes hat es ja, wenn man nicht zum Bloggen oder Erstellen einer neuen Podcastfolge kommt. Es ereignen sich Dinge ganz automatisch, die neuen Stoff für Podcasts bringen. So auch in den vergangenen Wochen. Neben neuen Buchveröffentlichungen gab es Jubiläen, neue CDs altbekannter Künstler und unglaubliche Zugriffsraten auf meine Seite, während woanders erneut über schwindende Bloggeraktivitäten berichtet wird. Nun hat sich Axel, Fan der ersten MacGyver-Stunde, bei mir gemeldet. Zunächst hat er sich bedankt, dass das Buch eingetroffen ist, und hat dann einen Audiokommentar geschickt.
Darüber habe ich mich total gefreut, denn ich hatte schon fast verdrängt, dass es dieses Mittel der kommunikativen Interaktion gibt. Viel zu selten sind die gesprochenen und aufgenommenen Beiträge von Hörern oder anderen Podcastern geworden, die in den eigenen Beitrag integriert werden. Gern erinnere ich mich an die Rubriken MixTape Geschichten oder Meckerpod, die zum Anlass genommen wurde, selbst seinen Teil zum Thema beizusteuern.
Es war sogar mal richtig Mode, Audiokommentare zu produzieren und zu versenden. Nicht nur als Marketingmittel, um seinen eigenen Podcast bekannter zu machen, sondern einfach, um einem Podcaster zum Geburtstag oder zum Jubiläum zu gratulieren, seine Meinung zu äußern oder, wie im Falle des Meckerpod, um einfach mal richtig Dampf abzulassen.
Allerdings muss ich mir hier kräftig an die eigene Nase fassen. Habe ich vor ein paar Jahren noch recht viele Kommentare verschickt, ist es ziemlich ruhig bei mir geworden. Vielleicht fange ich einfach mal an und verschicke ein paar Kommentare an den bauenden Ad, den Axl hörenden Nasendackel, den lieben Oli, den towershaking AmHam oder an den sich selbst findenden Macoholic.
Auf jeden Fall gilt der Dank Axel, der nun hoffentlich bald seinen eigenen Podcast aus dem Boden stampft!
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#455 Daniel Bopf: Mein Prüfungstagebuch
von musicampus | 9. November 2008 | 15:30 Uhr
Vor so ziemlich genau zwei Jahren begann mit der Kategorie Mein DA-Tagebuch ein interessantes Kapitel auf musicampus. Daniel Bopf, damals noch Student des FB02 Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, hat unter seinem Pseudonym Chief-Tucker ein satirisches Tagebuch im Forum der Fachschaft geschrieben. Ursprünglich war diese Form des Tagebuchs nur aus einer Laune heraus als Spaß gedacht. Aber seine Ausführungen entwickelten sich zu einem Selbstläufer ungeahnten Maßes, der von den StudentInnen damals geradezu verschlungen wurde. Innerhalb weniger Einträge avancierten die Erlebnisse zum Kult und waren Thema Nr. 1 für Campus-Gespräche unter den StudentInnen, WiMis bis hin zu den Professoren.
Irgendwann kamen wir darauf, dass die Erlebnisse gesprochen und als Podcast veröffentlicht werden könnten. So entstand Anfang November die 17-teilige Reihe “Mein DA-Tagebuch”, die mit der Auflösung des Weihnachtsrätselpott im Januar 2007 ihren Abschluss fand.
Damals eröffnete mir Daniel, dass er plane, sein Tagebuch als richtiges Buch aufzulegen. Durch sein Verlassen der Uni, das mit dem Eintritt in das harte Berufsleben verbunden war sowie durch meinen Wegzug aus Gießen, war ich lange nicht auf dem neuesten Stand. Zufällig erfuhr ich von der Veröffentlichung im September, so dass ich Daniel sogleich kontaktierte und nachfragte.
Tatsächlich: Sein Buch “Mein Prüfungstagebuch – Eine Satire über das Leben an der Universität” ist fertig und beim einschlägigen Online-Händler käuflich zu erwerben. Das Beste kommt noch. Nur wenige Tage nach seiner E-Mail Auskunft, erhielt ich von Daniel zwei signierte Exemplare. Eines für mich und eines für einen von uns beiden geschätzten Leser.
Wer vor dem Kauf noch einmal nachhören möchte, wovon ich hier schreibe, weil er oder sie meinen Podcast noch nicht so lange verfolgt, bekommt unter der Kategorie Mein DA-Tagebuch dazu die Möglichkeit!
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#454 Freimarkt Bremen
von musicampus | 2. November 2008 | 13:30 Uhr
Weil ich seit 2001 in Mittelhessen gewohnt habe, war es mir leider immer nur sporadisch möglich, den Bremer Freimarkt zu genießen. Das größte norddeutsche Volksfest übt in der Region auf die Bevölkerung einen ganz besonderen Reiz aus und so ist es nicht verwunderlich, dass sich auch in diesem Jahr Menschenmassen ihren Weg über die Bürgerweide bahnten. Dieses Jahr habe ich den Freimarkt oft besucht, um mir die Besonderheiten, die er mit sich bringt, zu genießen. Neben den obligatorischen Maronen ist es vor allem die Pferdewurst, die es mir angetan hat. Ohne eine Curry Krakauer aus Pferdefleisch genossen zu haben, verlasse ich den Freimarkt nicht. So auch gestern. Mit meinen Eltern, meinem Bruder, meiner Nichte und natürlich mit der MixTape-Fee ging es nachmittags mit dem Zug zum Bremer Hauptbahnof, wo wir uns der Menschenmenge anschlossen, um kurze Zeit später auf dem Volksfest zu sein.
Die erste Überraschung folgte schon bald, als mein Bruder und die MixTape-Fee beschlossen, gemeinsam mit der Achterbahn mit fünffachem Looping zu fahren. Weil mir solche Fahrgeschäfte gar nicht gefallen, habe ich meine Nichte auf den Arm genommen und geschaut, wie ihr Vater mit meiner Frau hilflos den G-Kräften ausgesetzt waren. Leicht benommen haben sie den Höllenritt ansonsten recht gut überstanden.
Besonders schön war es zu sehen, wie sich meine kleine Nichte über das Fahren in den Karussells gefreut hat. Das war für sie das größte Erlebnis gestern. Sie fuhr Motorrad, Hot Rod und Sportwagen. Dabei lenkte sie pflichtbewusst die Fahrzeuge über die Schienenbahn und ließ sich ab und zu durch heftiges Zurufen zum Winken überreden. Außerdem hatte sie unglaubliches Glück, dass sie von zwei Herrengruppen einen Teddy und eine Stoffbiene geschenkt bekam, die die Männer gewonnen und für die sie keine Verwendung hatten.
Leider begann es kurze Zeit später unaufhörlich zu regnen, was das Vergnügen etwas einschränkte und nachdem die Jacken durchnässt waren, uns frieren ließ. So verließen wir den Ort der Ungastlichkeit bereits nach einer Runde, um zuhause in der warmen Wohnung noch gemeinsam bei einem Kaffee den Tag ausklingen zu lassen.
In der Episode gibt es noch einen Hinweis über den zunächst erst einmal eingeschränkten Fortgang des Podcasts. Außerdem ist Axel, ein begeisterter Zuhörer er ersten Stunde und Gewinner des Mein DA-Tagebuch-Wettbewerbs, nach einiger Zeit der Internetabstinenz wieder dabei. Herzlich Willkommen zurück, Axel!
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