#452 PAULSREKORDER

von musicampus | 19. Oktober 2008 | 15:51 Uhr | Artikel drucken

paulsrekorder bei www.musicampus.deObwohl ich es eigentlich nicht wollte, habe ich mir Anfang des Jahres wieder einmal den Bundesvision Song Contest von und mit Stefan Raab angeschaut. Letztlich war es eine gute Entscheidung. Nicht, weil ich vom Konzept oder den musikalischen Darbietungen restlos überzeugt gewesen wäre, aber als ich den von mir mit Interesse erwarteten Bremer Beitrag von PAULSREKORDER angeschaut habe, erkannte ich einen ehemaligen Arbeitskollegen. Dieser arbeitet seit ich ihn kenne beständig an seiner musikalischen Karriere und es freute mich, dass er mir nun von der Bühne in mein Wohnzimmer schauen konnte. Weil es mich über diesen Auftritt hinaus interessierte, wie es ihm in der vergangenen Zeit ergangen ist, rief ich ihn kurzerhand an und wir tauschten uns in einem längeren Telefonat aus.

Dabei eröffnete er mir, dass das aktuelle Album Hier und oben von PAULSREKORDER bald fertig sei und fragte, ob ich Interesse hätte, einmal hineinzuhören. Außerdem verabredeten wir uns zu einem Interview, das dann bei musicampus online gestellt werden könnte.

Weil der Sommer schneller vorüber ging als geplant und dieser sowohl für die Band als auch für mich voller Termine war, kontaktierte ich Kai zum Herbst erneut aus und schon bald fand ich das niegelnagelneue Album, das seit dem 19.09.2008 im Handel ist, bei mir im Briefkasten.

Es macht Spaß, dieser Band zuzuhören. Zugegebener Maßen wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, mir deren Platte anzuhören, wenn ich nicht Kai kennen würde. Aber ich müsste dann auch zugeben, dass mir ein besonderes Erlebnis entgangen wäre.

Bei PAULSREKORDER handelt es sich nämlich tatsächlich um eine gewachsene Band, deren Ursprung dem Begriff Independant zuzuordnen wäre, die sich entschloss, deutsche Texte zu verwenden und Elemente aus den 80er Jahren, insbesondere der Neuen Deutschen Welle, einfließen zu lassen. Letzteres ist insoweit erstaunlich, als dass die Musiker noch so jung sein dürften, dass sie die NDW höchstens im Kindesalter miterlebt haben können.

Sie schaffen es, die für deutsche Texter zu oft überstrapazierten Eckpunkte Belanglosigkeit, Betroffenheit und Missionierungsdrang einfach zu umgehen, indem sie kleine, wenn auch manchmal kryptische, Geschichten mit viel Esprit erzählen und so den Zuhörer nicht nur durch ihre Musik fesseln.

Insgesamt lohnt es sich, einen Blick auf diese Band zu werfen und sich die Schnippsel auf deren Myspace Seite anzuhören.

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