Der Kleine Horrorladen und die Flitzer
von musicampus | 26. Juli 2008 | 11:03 Uhr | Artikel drucken
Vor vielen Jahren wurde im Stadttheater Bremerhaven das Musical “Der kleine Horrorladen” aufgeführt, das vermutlich neben der “Rocky Horror Show” eines der erfolgreichsten Musicals war, das jemals in Bremerhaven aufgeführt wurden. Nicht nur die Inszenierung war große Klasse, auch die Besetzung war hochgradig. Neben dem in Bremen und umzu aus Funk und Fernsehen bekannten Dirk Böhling, der den Seymour darstellte und dem mittlerweile verstorbenen Emo Philips, der mit den Soulful Dynamics den Klassiker “Mademoiselle Ninette” der Welt bescherte, war Christoph Maria Herbst auch dabei. Er spielte den nach Lachgas süchtigen Zahnarzt und machte auch nach der Vorstellung nicht Feierabend, sondern fand sich mit dem Ensemble noch oft in Bremerhavens Musikkultkneipe Lili Marleen ein. Dort war es üblich, dass die dort spielenden Live-Bands zur Session einluden und so sang das Ensemble gemeinsam mit Bremerhavener Lokalbands nicht nur die schönsten Hits aus dem Musical, sondern häufig funky Stücke, mit denen sie immer für beste Stimmung sorgten.
Zum Ensemble gehörten auch zwei dunkelhäutige Schönheiten, die mich vor allem mit ihren Tina Turner Darbietungen beeindruckten und überraschender Weise neben der Bühne auch Gesprächen nicht abgeneigt waren. Weil Bremerhaven recht klein und überschaubar war, liefen wir uns immer wieder über den Weg und auch heute noch pflege ich lockeren Kontakt zu Angela Hercules-Joseph, der einen Sängerin. Sie, eine ausgebildete Sängerin und Tänzerin, zog es auf die verschiedensten Bühnen der Republik und immer wieder zurück in ihre Wahlheimat Berlin. Die andere dagegen war, nachdem die Spielzeit in Bremerhaven vorüber war und neue Engagements lockten, verschwunden. Ihr Name war Lynn Williams.
Vor einigen Jahren machte ich mich, gerade das Internet entdeckend, auf die Suche nach ihr. Mit der Suchmaschine Altavista, denn Google gab es noch nicht, und fand eine E-Mail-Adresse, die mich darauf schließen ließ, dass es sich um besagte Lynn handeln müsse. Also schrieb ich eine nette Mail und fragte, ob die Adressatin die von mir gesuchte Lynn sei.
Ziemlich schnell erhielt ich eine Antwort von Lynn. Allerdings handelte es sich dabei nicht um die von mir gesuchte Sängerin, sondern um einen Herren, der Künstler und vor allem Konstrukteur und Fan von Doppeldeckern ist. Durch meine Frage fühlte er sich offensichtlich inspiriert, denn seiner Antwort fügte er den oben gezeigten Cartoon bei. Außerdem fand ich noch eine Website, auf der man sehen kann, wie seine leichten Sportflugzeuge, die an die Zeit nach dem ersten Weltkrieg anknüpfen, in Aktion aussehen. Für mich als Flugzeugfan wirklich ein Hochgenuss und faszinierend, dass diese kleinen Kisten sogar fliegen – und wie.
Eine kleine Zusammenstellung hat mir Lynn zur Verfügung gestellt. Wenn Ihr auf die Fotos dieses Beitrags klickt, seht Ihr zum einen den kompletten Cartoon sowie eine kleine Fotostrecke dieser Flitzer genannten Doppeldecker.
Lynn Williams, die Sängerin, habe ich übrigens noch nicht wieder ausfindig machen können.
+++UPDATE+++
Dank Tobias, der mich per E-Mail nicht nur über einen Rechtschreibfehler informierte, sondern mir auch einen Link zur Verfügung stellte, habe ich wieder eine Spur. Ein Fehler meiner Suche könnte gewesen sein, dass ich zum Auffinden der Sängerin die männliche Namensform für meine Suche verwendet habe. Richtigerweise hätte ich wohl nach Lynne suchen sollen. Danke, Tobias!






# 1 von Melanie Niebling am 13. Januar 2010 um 15:30 Uhr
lol das ist scheiße was ihr macht lol heißt spaß lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol lol
# 2 von musicampus am 13. Januar 2010 um 20:22 Uhr
super Kommentar!