#266 CoverSutra, Mashups und MacManiacs
von musicampus | 24. Juli 2007 | 19:22 Uhr | Artikel drucken
Nachdem ich heute morgen ganz früh die CoverSutra Lizenz in meinem Briefkasten hatte, konnte ich das kleine Programm tagsüber ordentlich testen. Was soll ich sagen? Irgendwie nett – und das meine ich wirklich so. Das Cover eines jeweils gerade gespielten Albums liegt seit heute auf meinem Schreibtisch und mit Tastenkombinationen kann ich vorwärts springen, zurück springen, die Lautstärke verändern oder eine Pause einlegen. Alles ohne Maus.
Meine Frage, bzw. die von YABIP-Ulrich, ob Mashups gespielt werden dürfen, erregt offenbar die Gemüter. Neben Bob, der seinen Kommentar zum Thema gab, habe ich drei E-Mails erhalten. Auch hier wurde die Meinung vertreten, dass Mashups in Podcasts ohne Genehmigung nichts zu suchen haben. Allerdings wurde auch gefragt, ob es eine legale Möglichkeit gebe. Wer sich zu dieser Fragestellung äußern kann und möchte, ist dazu recht herzlich eingeladen!
Holger, der MacManiacs-Podcaster, war vor ein paar Tagen in einem Flak-Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Dort hat er ein paar geradezu historische Fotos geschossen, die Ihr Euch einmal anschauen solltet.
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Ich hätte jetzt schon fast mit einem Podcast gerechnet. Aber wollen wir uns mal nicht beschweren. Ist ja...
# 1 von Bob am 24. Juli 2007 um 20:41 Uhr
sorry, bin heute in tipplaune :/
will nur auch mal kurz meinen gema-frust loswerden.
unter umständen wäre ich wirklich bereit “ne menge” kohle zu zahlen, um am ende jeder episode ein liedlein spielen zu dürfen. von mir aus auch nur die hälft und mit reinrederei.
einfach um nochmal die grundstimmung des tages zu untersteichen oder wozu auch immer.
witz an der sache ist ja (achtung, gefährliches halbwissen), daß die gema-lizenz dazu noch lange nicht berechtigt. man muß ja sich ja zusätzlich für jedes zu spielende lied noch das OK von der jeweiligen plattenfirma einholen.
) und die plattenfirmen bestimmt auch nicht.
nee, is klar, hab ja sonst den ganzen tag nix anderes zu tun (naja, hab ich wirklich nicht
grummel-di-dummel.
die krönung ist allerdings (gefährliches drittel-wissen) daß man die podcasts nur so lange online aufm server rumlungern haben lassen darf, wie man weiterhin an die gema goldstücke abdrückt.
also quasi für immer und ewig, wenn man sein archiv nicht zerstückeln will.
tolle wurst (sorry, das war gerade mein abendessen)
so, keine ahnung ob irgendwas vom obigen geschreibsel wahr ist, aber mehr reg’ ich mich dieses jahr auch nicht mehr drüber auf.
einen wunderlichen abend wünsch’ ich noch.
dem bob.
# 2 von musicampus am 25. Juli 2007 um 20:03 Uhr
Ich sehe das ja genau so – eigentlich wäre vermutlich sogar Werbung für einige Künstler, in einem Podcast gespielt zu werden. Aber sobald die GEMA die Rechte vertritt, wirds eben sehr restriktiv. Schade.
Aber dass man zusätzlich noch die Genehmigung der Plattenfirma einholen muss und dann die Dateien löschen muss, wenn das GEMA-Engagement abgelaufen ist, ist mir auch neu. Da sag ich nur: nicht attraktiv und dann auch künstlerfeindlich.
Andererseit: wenn ich Künstler bin und etwas geschaffen habe, möchte ich auch davon profitieren. Dafür gebe ich die Verwertung meiner Rechte an die GEMA ab. Zwickmühle?
# 3 von Edelgard am 26. Juli 2007 um 23:08 Uhr
Music Podcasts auf Eis – für Leute ohne viel Money und ohne Sponsoren
Wachsende Support Ideen meiner Favoriten führten mich letztendlich auch in diese Gebührabdrückfalle. Die Beschäftigung mit der Gema und ihren Rechten und Pflichten ist enttäuschend. Für Newcomer ohne Vertrag genauso schwierig, wie für Kenner Musik, wie ich immer sage. Da bestimmen nach wie vor die großen Konzerne, was angekurbelt wird für den Markt der Allgemeinheit. So habe ich die Lust Tracks in einer Podcast Sendung vorzustellen zunächst einmal wieder verworfen. Nur eine Minute und zwanzig Sekunden von einem Song anspielen dürfen, hineinsprechen auch noch, bringt nicht das Feeling der Sänger- bzw. Musiker wieder, wie es ihnen gebühren soll. Und wenn man eine ganze Sendung aufbauen möchte, indem besonders gut zusammenpassende Songs (auch verschiedener Interpreten) aussucht und zueinander fügt, sind diese kostengünstigsten 1.20 Min Dinge zu disharmonisch im Gesamt Bild, des rüberbringen. Dann kann man auch gleich nur die Verweise auf die CD Läden und Internetanbieter in Linkform auf die Seite setzen, oder ansagen. Die mir bekannte einzige Alternative ist, in Internetradiosender Sendungen zu moderieren, die einen Pauschal Gema Abschlag abliefern, und aus deren mp3 Musik Datenbank Fundus man sich bedienen darf. Aber dann kann ich ja nicht meine Newcomer vorstellen mit ihren schönen Texten und Klängen. Quasi nix tun um sie bekannter zu machen als auf ihre Webseiten verweisen, ihre CDs, meistens Promos – versuchen zu bekommen, und an Freunde schicken zum hören. Auch einen Player einbauen auf der Web (gibt ja schöne Zusammenbaumöglichkeiten und Generatoren dafür im Net) mit genehmigten Tracks, von Vertragsfreien Künstlern ist ein Zwischending, worüber sich die Musikindustrie aufregt. Promotion scheint immer noch allein deren Sache. Was die My Space Plattformen betrifft finde ich hat man wenigstens eine kleine Möglichkeit – gewusst wie – interessantes zu finden, und auch weiter zu verbreiten. Doch Interviews zur Entstehung der Songs mit den Urhebern in Podcast Sendungen zusätzlich einiger vorgestellter Stücke, halte ich für eine zusätzliche hervorragende Idee. Es gibt ein umfangreiches Überangebot an Musik, wie ich es momentan positiv sehe, und da wären Gerne mäßige Support Geschichten, eine Hilfe zur lockeren Überschaubarkeit. Wie auch übergeordnet bunt gemischt, je nach Vorliebe. Mir ist noch nicht ganz klar, warum ich genehmigte Lieder von freischaffenden Interpreten nur zerhackt wieder geben darf, auch wenn sie es ganz erlaubt haben oder sogar eine ganze CD von ihnen vorzustellen der Hit wäre für alle Seiten. Für fünf zerhackte Tracks pro Podcast finde ich fünf € im Monat jedenfalls zu teuer (einschließlich Intro und Outro). Kommt ja noch Web und sonstige Traffic Gebühr hinzu, wie ich langsam beginne die Rechenfaktoren zu checken. Da fände ich wenigstens ein bis drei Songs sollte man pro Sendung drinnen haben dürfen, und zwar vollständig! Ich fühle mich hier im Musicampus jedenfalls sehr gut aufgehoben …schön dass es so kreative Leute gibt hier, die Interessen zu verknüpfen verstehen.
– ich freue mich über alles was es zu dieser Entwicklung raus zu finden gibt. Übrigens alle CDs die Scannerstreifen haben darf man offiziell im Internetradio spielen …hier noch mal die Frage und Überlegung – warum nicht Künstler ohne Vertag / Labelregistrierung in Podcasts??? Als Promos auf jedem Senden geht doch auch –
Bis demnächst
Liebe Grüße Edelgard
glaube eine Schulung über offene Kanäle ist auch sinnvoll …grübel, grübel